'Diskriminierung Stop' steht auf dem Schild einer Teilnehmerin der Demonstration. Am Internationalen Frauentag finden zahlreiche Demonstrationen in Berlin statt.
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Der Internationale Frauentag

05.03.2026
Jolan Ziörjen
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Der Internationale Frauentag ist am 8. März. Aber warum gibt es diesen Tag? Warum genau am 8. März? Und warum ist er heute noch wichtig?

Das Wichtigste in Kürze

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:

  • Der erste internationale Frauentag war am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz.
  • Wegen der Februarrevolution wurde später der 8. März als fester Termin gewählt.
  • Auch heute ist der Frauentag wichtig. Er macht auf Ungleichheit aufmerksam, würdigt die Erfolge der Frauenbewegung und zeigt Solidarität.

Im Jahr 1910 machte die deutsche Sozialistin Clara Zetkin einen Vorschlag. Auf einer internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen sagte sie, es soll einen Internationalen Frauentag geben. Die Idee kam aus den USA. Dort gründeten Frauen 1908 ein Nationales Frauenkomitee. Sie wollten einen besonderen Kampftag für das Frauenstimmrecht organisieren. Am 28. Februar 1909 fand der erste Frauentag in den USA statt. Es war ein Erfolg. Deshalb wiederholten Frauen die Proteste 1910 in Nordamerika. Die Amerikanerin May Wood Simons brachte die Idee nach Kopenhagen. Clara Zetkin und Käte Duncker setzten sich dort stark für den Frauentag ein. Die Konferenz stimmte zu. Der erste internationale Frauentag war am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz. In den ersten Jahren ging es vor allem um das Frauenwahlrecht. Frauen wollten frei, geheim und gleich wählen dürfen. 1917 wurde die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands gegründet. Diese Partei unterstützte den Frauentag.

Der 8. März

Im Jahr 1917 passierte etwas Wichtiges. Am 8. März streikten Frauen in Petrograd (Heute: Sankt Petersburg). Es waren Arbeiterinnen, Soldatenfrauen und auch Bäuerinnen. Sie gingen gemeinsam auf die Strasse. Diese Proteste führten zur Februarrevolution. Zu ihrer Ehre wurde der 8. März ein internationaler Gedenktag. Das geschah 1921 bei der zweiten Internationalen Konferenz Kommunistischer Frauen in Moskau. Der Vorschlag kam von der bulgarischen Vertretung.

Auch heute brauchen wir den Frauentag noch

Seit damals hat sich viel verbessert. Trotzdem gibt es noch Ungleichheit. In vielen Ländern verdienen Frauen weniger als Männer. Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein Problem. Der Frauentag erinnert an die Erfolge der Frauenbewegung. Er zeigt Solidarität. Und er macht deutlich, dass Gleichberechtigung noch nicht überall erreicht ist.

*Mit Unterstützung von ChatGPT vom Original Niveau B2 auf A1 vereinfacht.

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