Ein Lehrmeister mit einem Schueler an der Uhrmacherschule St. Imier, Ecole d'horlogerie et de mecanique St. Imier, aufgenommen am 11. Maerz 1942.
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Verschwundene Berufe

13.08.2026
AGu
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Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr schnell verändert. Auch die Arbeitswelt hat sich verändert. Mit der Zeit sind Arbeiten verschwunden. Andere Arbeiten haben sich stark verändert. Unsere Vorfahren hatten noch Berufe, von denen wir heute kaum noch etwas wissen.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:

  • Viele Berufe mit Handarbeit haben sich im Laufe der Geschichte stark verändert oder sind ganz verschwunden.
  • Diese Berufe waren oft hart, schmutzig und schlecht für die Gesundheit.
  • Einige Berufe gibt es heute noch als Brauch. Ein Beispiel ist der Turmwächter.

Allgemeines

Vor allem Berufe mit viel Handarbeit haben sich im Laufe der Geschichte stark verändert. Zu den ersten Arbeiten der Menschen gehörten das Schmieden, das Töpfern und das Weben. Bereits um 3600 v. Chr. entwickelten Menschen in Mesopotamien eine Töpferscheibe, die sich frei drehen konnte. Mesopotamien war eine Region in Vorderasien. Dazu gehörten Gebiete im heutigen Syrien und Irak. Die Töpferscheibe machte die Arbeit für die Handwerker einfacher. Etwa zur gleichen Zeit wurde in Europa das erste Gerät zum Weben entwickelt. Die Herstellung von Stoff gehört sicher zu den wichtigsten Erfindungen in der Geschichte der Menschen.

Später, in der Neuzeit, wurden die Arbeiten immer mehr aufgeteilt. Viele Handwerker machten nur noch bestimmte Arbeiten. So entstanden auch neue Berufe. Ein Grund dafür war, dass die Städte immer grösser wurden. Eisenschmiede waren zum Beispiel zuerst für die ganze Verarbeitung von Metall zuständig. Später entstanden daraus verschiedene Berufe. Dazu gehörten Messer-, Huf- und Zirkelschmiede sowie Schlosser und Uhrmacher. Viele Berufe mit Handarbeit waren sehr harte körperliche Arbeit. Dazu gehörten zum Beispiel die Arbeiten der Bergarbeiter oder der Flösser. Andere Arbeiten waren sehr schmutzig. Das galt zum Beispiel für Abdecker, Färber, Lumpensammler oder Papiermacher. Viele Berufe waren auch schlecht für die Gesundheit. Die Menschen wurden oft durch Schmutz und Staub krank. Der Staub gelangte in die Lunge. Auch die Haltung des Körpers und bestimmte Bewegungen konnten Probleme machen. Dazu kam die Arbeit bei allen Temperaturen im Wasser oder mit Feuer.

Einige Berufe näher erklärt

Abdecker waren Menschen, die tote Tiere beseitigten und Teile davon weiterverwendeten. Sie entfernten die Haut der toten Tiere. Aus den Tieren wurden vor allem Fett und Knochenmehl gewonnen. Daraus machte man Leim, Seife und Bleichmittel. Teile davon wurden auch an Vieh verfüttert. Die Abdeckereien gehörten meistens Personen mit einer hohen Stellung. Diese Personen liessen ihre Knechte die unangenehmen Arbeiten machen.

Färber färbten Garne und Stoffe. Dazu gehörten Wolle, Baumwolle, Leinen und Seide. Die Farben kamen aus Wurzeln, Blüten, Kräutern, Blättern, Früchten, Holz und Rinden. Auch Produkte von Tieren wurden dafür benutzt. Alle Farben kamen aus der Natur. Um das Jahr 1200 war die Kunst des Färbens am Mittelmeer sehr wichtig. Besonders bekannt war sie in Italien.

Töpfer stellten Krüge, Teller und andere Dinge für den täglichen Gebrauch aus Ton her. Sie formten diese Dinge auf einer Töpferscheibe. Danach kamen sie in einen sehr heissen Ofen. Dort wurden die Gegenstände gebrannt und dadurch hart. Töpfern ist nicht für alle Menschen einfach. Dafür braucht man viel Geschick mit den Händen und Fingern. Nur so kann man den Gegenständen auf der Töpferscheibe die gewünschte Form geben. Auch heute kann man Töpfern noch in Kursen lernen. Es ist heute ein beliebtes Hobby.

Turmwächter waren meistens fest angestellte Mitarbeiter einer Stadt. Sie standen auf Türmen und warnten die Menschen vor Gefahren. Das konnten zum Beispiel Feuer oder Feinde sein. Sie bliesen dafür meistens in Hörner oder liessen die Glocken läuten. Oft sagten sie den Menschen auch, wie spät es war. Diesen Brauch gibt es in Lausanne noch heute. Dort ruft ein Turmwächter jede Nacht von 22 Uhr bis 2 Uhr morgens mit lauter Stimme die Stunden aus. Auch auf dem Munot in Schaffhausen wird noch um 21 Uhr die Glocke von Hand geläutet. Das macht der Munotwächter oder die Munotwächterin. Die Glocke läutet fünf Minuten lang. Dafür wird an einem Seil gezogen. Früher war das Läuten ein Zeichen. Es zeigte, dass die Stadttore und die Wirtshäuser geschlossen werden mussten.

Säumer gingen mit Maultieren oder Pferden über die Alpen. Damals gab es dort noch keine richtigen Passstrassen. Die Säumer brachten meistens Waren für Kaufleute an weit entfernte Orte. Diese Transporte waren anstrengend und teuer. Manchmal waren sie auch sehr gefährlich. Oft gingen mehrere Säumer zusammen auf die Reise. Solche Wege führten zum Beispiel über den Grossen Sankt Bernhard in der Schweiz. Ein anderer Weg führte über den Brennerpass zwischen Österreich und Italien.

Dies ist nur ein ganz kleiner Einblick in die vielen Berufe, die verschwunden sind. Viele dieser Berufe haben unsere Urgrosseltern vermutlich noch ganz normal ausgeübt. Vielleicht fallen euch noch weitere Berufe ein, die es heute nicht mehr gibt. Es lohnt sich und ist interessant, mehr über diese Berufe herauszufinden.

*Mit Unterstützung von ChatGPT vom Original Niveau B2 auf A1 vereinfacht.

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