Tausende Iraner nehmen an einer Kundgebung gegen die iranische Regierung in Brüssel, Belgien, am 6. September 2025 teil.
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Warum im Iran die Strassen beben

14.01.2026
Una Keller
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Seit Ende Dezember gibt es im Iran jeden Tag grosse Proteste. Sie haben schlimme Folgen. Zuerst protestierten die Menschen wegen steigender Preise. Heute betreffen die Proteste das ganze Land.

Stell dir vor, du darfst deine Meinung nicht sagen. Du darfst dich nicht anziehen, wie du willst. Oder das Internet wird im ganzen Land abgeschaltet. Das ist im Iran für viele Menschen Alltag. Die Menschen sind sehr unzufrieden. Millionen gehen auf die Strasse und protestieren gegen die Regierung für ihre Freiheit.

Wie kam es dazu?

Seit 1979 ist der Iran eine Theokratie. Das heisst: Religiöse Führer haben die Macht. Das Land wird nach religiösen Regeln geführt. Der Iran ist eine islamische Republik und richtet sich nach der Scharia. Es gibt zwar ein Parlament und einen Präsidenten. Aber der Religionsführer Ali Chamenei entscheidet am Ende alles. Seit vielen Jahren gibt es im Iran strenge Regeln, zum Beispiel zur Kleidung. Viele Menschen sind damit schon lange nicht einverstanden. Dieses Mal waren aber zuerst die hohen Preise für wichtige Dinge wie Öl zum Kochen und Benzin der Auslöser. Am 28. Dezember begannen die Proteste. Sie breiteten sich schnell im ganzen Land aus. Millionen Menschen sind wütend wegen der schlechten Wirtschaftslage und weil Politiker mehr Freiheit versprochen haben.

Was passiert jetzt?

Die Proteste sind nicht friedlich. Seit ihrem Beginn sind 648 Menschen gestorben. Die ganze Welt schaut auf den Iran. Auch der amerikanische Präsident Donald Trump. Er sagt, die USA könnten eingreifen, wenn es nicht ruhiger wird. Trump droht mit Cyberangriffen oder mit Militär. Der Iran sagt, er sei bereit für Krieg oder für Gespräche mit den USA. Was passieren wird, weiss niemand genau. Es gibt noch Gespräche. Klar ist: Die Menschen im Iran leiden sehr. Auch wenn die USA eingreifen, bedeutet das nicht automatisch Freiheit. Es könnte viele Menschenleben kosten und grosse Folgen für die Welt haben. Wenn die USA nicht eingreifen, fragt man sich, ob sich im Iran überhaupt etwas ändern wird. Das ist eine sehr schwierige Situation. Es gibt keine gute Lösung im Moment. Wie die Welt entscheidet, ist noch offen. Aber für die Menschen im Iran ist es ein besonderer Moment. Sie kämpfen mutig für ihre Freiheit. Sie zeigen: Hoffnung kann man nicht einfach zum Schweigen bringen.

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