Iran – Land zwischen Hoffen und Bangen
Im Iran wirkt es im Moment nach aussen ruhig. Gleichzeitig laufen Gespräche mit den USA. Doch im Land selbst ist die Lage angespannt. Das Mullah-Regime unter dem Obersten Führer Ali Chamenei reagierte nach langen Protesten sehr hart. Man geht davon aus, dass im Januar 2026 rund 30’000 Menschen getötet wurden. Trotzdem zeigen viele Aussagen von Menschen im Iran: Die Bevölkerung hat nicht aufgegeben. Der Widerstand geht weiter.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Der Schah von Persien hatte eine enge Beziehung zur Schweiz.
- Mit dem Schiitenführer Ruhollah Chomeini begann die Islamisierung des Landes.
- Noch ist die Islamische Revolutionsgarde an der Macht.
Früher kannte man den Iran, der früher Persien hiess, vor allem wegen des „Schahs von Persien“. Reza Pahlewi, der letzte Schah, und seine Frau Farah hatten eine enge Beziehung zur Schweiz. Er besuchte das Internat Le Rosey am Genfersee. Die Familie verbrachte oft Ferien am Genfersee und in St. Moritz. Persien war früher ein riesiges Reich. Es umfasste Gebiete wie die heutige Türkei, Zypern, Iran, Irak, Afghanistan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Syrien, Libanon, Israel, Palästina und Ägypten. Mit der Zeit trennten sich diese Länder in blutigen Kriegen. Trotzdem ist der heutige Iran, wie Persien seit dem 21. März 1935 heisst, noch immer etwa 40 Mal grösser als die Schweiz.
Mahsa Amini provozierte den ersten grossen Aufstand
Am 26. Oktober 1967 fand die Krönung von Schah Mohammad Reza Pahlavi und seiner Ehefrau Schahbanu Farah Pahlavi statt. Er übernahm das Amt von seinem Vater. Im gleichen Jahr wurde ein Gesetz zum Schutz der Familie eingeführt. Dieses Gesetz erschwerte Männern die Scheidung und erleichterte sie für Frauen. Frauen konnten nach einer Scheidung zum Beispiel das Sorgerecht für ihre Kinder erhalten. Es gab keine strengen Kleidervorschriften. Schon damals trat Ajatollah Ruhollah Chomeini öffentlich auf. Er kritisierte den Schah wegen seiner Nähe zu den USA. Gleichzeitig wurde dem Schah Korruption und Abhängigkeit vom Westen vorgeworfen.
Im Januar 1978 begannen Demonstrationen für Chomeini. Nachdem der Schah die Unterstützung westlicher Länder verloren hatte, verliess er 1979 den Iran und reiste nach Ägypten. Reza Pahlavi starb 1980 in Ägypten. Chomeini kehrte nach Iran zurück und wurde die oberste Autorität des Landes. Es begann die Islamisierung von Justiz, Schulen, Wirtschaft und Medien. Für Frauen galt nun eine islamische Kleiderordnung. In öffentlichen Verkehrsmitteln wurden Männer und Frauen getrennt. Ein grosser Teil der Wirtschaft wurde verstaatlicht. Laut Amnesty International wurden bis Ende 2009 etwa 5000 Menschen verhaftet. Viele Gefangene wurden gefoltert, manche starben. Das Land kam nie zur Ruhe. 2022 wurde Mahsa Amini getötet. Sie hatte ihren Schleier abgelegt und wollte selbstbestimmt leben. Sie stellte sich offen gegen das Regime in Teheran, das Frauen unterdrückt. Viele Menschen sehen sie heute als Nationalheldin.
Weitere Unruhen sind eine Frage der Zeit
Die damaligen Proteste wurden brutal beendet. Ende 2025 und Anfang 2026 kam es erneut zu Massendemonstrationen und Streiks. Diesmal ging es nicht nur um Frauenrechte, sondern auch um die starke Teuerung, nachdem die Währung Rial stark an Wert verloren hatte. Rund 30’000 Menschen wurden getötet. Eine junge Frau berichtet, dass Familien Geld zahlen müssen, um die Leichen ihrer Kinder zurückzubekommen. Es sollen zwischen 3000 und 6000 Franken verlangt werden. Die Menschen im Iran sind schockiert, traurig und wütend.
Am 8. Januar wurde das Internet abgeschaltet. Am 8. und 9. Januar kam es zu schweren Gewalttaten. Viele Menschen wurden verfolgt, verhaftet oder getötet. Die USA drohen mit Militärschlägen. Ein möglicher Angriff ist nicht ausgeschlossen. Die USA haben ein grosses Waffenarsenal vor der Küste Irans bereitgestellt. Gleichzeitig besitzt der Iran grosse Öl- und Bodenschätze.
Weder Schah noch Mullahs - einfach eine Demokratie
Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs, meldete sich aus dem Exil. Er lebt in den USA und ist dort gut vernetzt. Er steht auch im Austausch mit dem israelischen Premierminister Netanjahu. Kurzzeitig schien es, als könne er politisch etwas bewegen. Doch viele Menschen im Iran lehnen eine Rückkehr zur Monarchie ab, besonders die Kurden im Norden des Landes.
Donald Trump hat mehrmals angedeutet einzugreifen, falls das Regime weiter Menschen tötet. Noch ist die Islamische Revolutionsgarde an der Macht. Wie lange das so bleibt, ist unklar. Einige Oppositionspolitiker im Ausland glauben, dass das aktuelle System nur noch wenige Monate bestehen könnte. Der US-Flugzeugträger Abraham Lincoln mit seiner Begleitflotte ist einsatzbereit. Doch eine wichtige Frage bleibt: Wer kommt nach dem Mullah-Regime? Ob Reza Pahlavi geeignet ist, ist unsicher. Ayatollah Chamenei ist 86 Jahre alt. Bald wird es eine Nachfolge geben müssen. Viele Menschen wollen weder Mullahs noch den Schah. Sie wünschen sich eine Demokratie, ein normales Leben ohne Unterdrückung und strenge Gesetze. Sie möchten in Freiheit leben.
*Mit Unterstützung von ChatGPT vom Original Niveau B2 auf A2 vereinfacht.
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