Warum im Iran die Strassen beben
Seit Ende Dezember gibt es im Iran jeden Tag grosse Proteste mit schlimmen Folgen. Am Anfang gingen die Menschen wegen steigender Preise auf die Strasse. Heute betreffen die Proteste das ganze Land.
Stell dir vor, du darfst deine Meinung nicht sagen, du darfst dich nicht so kleiden, wie du willst oder das Internet wird plötzlich im ganzen Land abgeschaltet. Das alles gehört im Iran für viele Menschen zum Alltag. Die Menschen sind sehr unzufrieden und haben genug. Millionen gehen auf die Strasse und protestieren gegen die heutige Regierung für mehr Freiheit.
Wie kam es dazu?
Seit 1979 ist das politische System im Iran eine Theokratie. Das bedeutet, dass religiöse Führer die Macht haben. Das Land wird nach religiösen Regeln geführt. Der Iran ist eine islamische Republik und richtet sich nach der Scharia, dem islamischen Gesetz. Obwohl es im Iran ein Parlament und einen Präsidenten gibt, hat der Religionsführer Ali Chamenei das letzte Wort. Seit der Iran eine islamische Republik ist, gibt es viele Vorschriften, zum Beispiel zur Kleidung. Viele Menschen sind damit schon lange unzufrieden. Dieses Mal waren aber zuerst die stark steigenden Preise für wichtige Dinge wie Kochöl und Benzin der Auslöser. Am 28. Dezember begannen die ersten Proteste. Seitdem breiteten sie sich im ganzen Land aus. Millionen Menschen zeigen ihre Wut über die schlechte wirtschaftliche Lage und über die Versprechen der Politiker, mehr Freiheit zu geben.
Was passiert jetzt?
Diese Proteste sind nicht friedlich. Seit ihrem Beginn wurden 648 Menschen getötet. Die ganze Welt schaut auf den Iran – besonders auch der amerikanische Präsident Donald Trump. Er sagt, die USA könnten eingreifen, wenn sich die Lage nicht beruhigt. Trump droht mit verschiedenen Mitteln, zum Beispiel mit Cyberangriffen oder militärischem Eingreifen.
Der Iran sagt, er sei bereit für Krieg oder für Gespräche mit den USA. Was genau passieren wird, ist noch unklar. Momentan gibt es noch Verhandlungen. Klar ist aber: Die Menschen im Iran leiden sehr und haben genug. Auch wenn die USA eingreifen würden, heisst das nicht automatisch, dass die Menschen frei werden. Ein Eingreifen könnte viele Menschenleben kosten und grosse Folgen für die Weltpolitik haben. Wenn die USA nicht eingreifen, stellt sich die Frage, ob sich im Iran überhaupt etwas ändern wird. Das ist eine sehr schwierige Situation. Es gibt im Moment keine wirklich gute Lösung. Wie die Weltpolitik entscheidet, ist offen. Vielleicht wird sich in den nächsten Tagen mehr zeigen. Sicher ist: Für die Menschen im Iran ist es ein historischer Moment. Sie haben den Mut gefunden, für ihre Freiheit zu kämpfen. Sie zeigen der Welt, dass Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht einfach zum Schweigen gebracht werden kann.
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