Die Polizei nimmt Demonstranten vor dem Hotel fest, in dem sich vermutlich der hochrangige Grenzschutzbeamte Gregory Bovino aufhält, in Maple Grove, einem Vorort von Minneapolis, Minnesota, USA, am 26. Januar 2026.
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Wut und Trauer in Minnesota

28.01.2026
Botond Kalotay
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In Minnesota ist die Lage sehr ernst. Seit Anfang Januar 2026 führt die Einwanderungsbehörde der USA, die ICE, eine grosse Aktion durch. Diese Aktion heisst „Operation Metro Surge“. Ziel ist es, die Einwanderung zu kontrollieren. In Wirklichkeit laufen aber sehr viele Razzien in Wohnvierteln, besonders in der Stadt Minneapolis. Dort kommt es zu grossen Protesten. Viele Menschen fühlen sich bedroht. Sie sprechen von einer „Besatzung“ ihrer Stadt. Wie kam es zu dieser Situation?

Tödliche Konfrontationen

Der Grund für die vielen Proteste sind zwei schlimme Vorfälle. Anfang Januar wurde eine Frau namens Renée Good von ICE-Agenten erschossen. Sie war US-Bürgerin. Sie wollte mit dem Auto vor den Agenten flüchten. Kurz danach, am letzten Wochenende, wurde ein Mann namens Alex Pretti von Polizisten erschossen. Beide Todesfälle sorgen in den USA für grosse Diskussionen. Die Regierung sagt, es sei Notwehr gewesen. Aber Handyvideos zeigen ein anderes Bild. Viele Menschen sind deshalb wütend und traurig. Sie demonstrieren jeden Tag. Vor allem Jugendliche und Familien gehen auf die Strasse. Sie fordern Gerechtigkeit. Gleichzeitig widerspricht der Bundesstaat Minnesota der Regierung von Präsident Trump.

Der Hintergrund

Ein wichtiger Grund für den Streit ist die Stadt Minneapolis. Minneapolis ist eine sogenannte Sanctuary City. Das bedeutet: Die Stadt hilft der Einwanderungsbehörde nicht bei Abschiebungen. Menschen ohne Papiere dürfen dort meist trotzdem in Ruhe leben. Doch die US-Regierung will das ändern. Sie will, dass auch solche Städte bei Abschiebungen helfen. Weil sich Minneapolis weigert, hat Washington viele eigene Agenten geschickt. Diese führen die Razzien jetzt selbst durch. Für viele Menschen ist das ein Angriff auf ihre Freiheit. Schon vor den Todesfällen gab es Streit zwischen den Agenten und den Menschen in der Stadt.

Der Machtkampf

Auch die Gerichte sind nun gefragt. Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, sagt, dass die Aktion gegen das Gesetz verstösst. Er will, dass sie gestoppt wird. Die Regierung von Trump droht nun sogar damit, Soldaten zu schicken. Minnesota sagt: Wir verteidigen unsere Regeln und unsere Freiheit. Es geht nicht nur um Einwanderung. Es geht auch darum, wie viel Macht der Staat über die Menschen haben darf. Was in Minnesota passiert, ist sehr wichtig. Es könnte auch für andere Bundesstaaten grosse Folgen haben. Die Frage ist: Soll der Präsident noch mehr Macht bekommen oder nicht?

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