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Der heilige Berg wird in Ruhe gelassen (21.10.2019)

Der Ayers Rock, dieser auffällige, rote Berg in Australien, ist für die Ureinwohner heilig. Jahrzehntelang wurden Touristen gebeten, diesen Berg nicht zu besteigen; mit wenig Erfolg. Nun muss man das Klettern verbieten.

Der Uluru, so wird er von den Ureinwohnern genannt, ist ein heiliger, spiritueller Berg. Dass tausende Touristen den Wunsch der Nicht-Besteigung einfach ignoriert haben, macht viele Aborigine-Ureinwohner traurig. Nun ist der 348 Meter hohe Berg seit dem 25.10. für alle Touristen gesperrt; nur Aborigines mit einer besonderen Bewilligung dürfen noch hoch. Dies wiederum führt zu verschiedenen Gefühlen: Zustimmung, Kritik und sogar Rassismus. Es gibt viele Menschen, die das Verbot befürworten, damit der Wunsch der Aborigines, die seit 30'000 Jahren beim Berg zu Hause sind, erfüllt wird. Allerdings finden dies andere Australier nicht fair, da dies auch ihr Land sei. Dies führt zu Streitereien und sogar rassistischen Äusserungen im Radio. Andererseits sagen Befürworter, dass man nicht vergessen dürfe, dass den Aborigines ihr Land vor ca. 200 Jahren gestohlen wurde und die Australier eigentlich nur Gäste seien. In der Anschauung der australischen Geschichte hat sich nur wenig verändert, was auch die Diskussion um den Uluru zeigt: Die Ureinwohner sind nach wie vor stark benachteiligt, sei es in der Ausbildung, bei den Arbeitsplätzen oder in der Gesundheit. Das Verbot der Besteigung des heiligen Berges ändert diese Tatsache wohl nicht.

(lz, 10/19)