Zwei junge Elefanten spielen miteinander in einem Naturschutzgebiet, 60 km von der Gastgeberstadt Port Elizabeth entfernt, 21. Juni 2010.
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Artenschutz

03.03.2026
Kiruthihan Srikaran
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Stell dir vor, es gäbe irgendwann keine Elefanten, keine Tiger oder keine bunten Papageien mehr. Ziemlich traurig, oder? Genau das droht nämlich manchen Tieren und Pflanzen. Deshalb haben sich viele Länder der Welt zusammengeschlossen, um sie besser zu schützen.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:

  • Washingtoner Artenschutzabkommen CITES schützt seit 1973 bedrohte Tiere und Pflanzen, indem es ihren internationalen Handel streng regelt oder verbietet.
  • Über 38 000 Arten, zum Beispiel Elefanten, Tiger oder Orchideen, stehen unter Schutz, damit sie nicht durch Jagd und Handel aussterben.
  • Trotzdem bleiben Probleme wie Wilderei, Lebensraumverlust und Klimawandel. Deshalb müssen Länder weiterhin zusammenarbeiten, um die Natur zu schützen.

Illegaler Tierhandel

Schon seit 1973 gibt es ein besonderes Abkommen zwischen ganz vielen Staaten. Es heisst Washingtoner Artenschutzabkommen. Der offizielle internationale Name lautet CITES. Hinter dem komplizierten Namen steckt eine einfache Idee: Bedrohte Tiere und Pflanzen sollen nicht durch Handel ausgerottet werden.

Das Abkommen regelt vor allem den internationalen Handel. Das bedeutet, dass Tiere oder Pflanzen nicht einfach von einem Land ins andere verkauft werden dürfen. Besonders streng ist es bei Produkten wie Elfenbein aus Elefanten-Stosszähnen oder bei Nashorn-Hörnern. Weil diese Produkte sehr wertvoll sind, wollten manche Menschen damit viel Geld verdienen. Deshalb wurden viele Tiere früher stark gejagt. Einige Arten standen deshalb kurz vor dem Aussterben.

Heute stehen mehr als 38 000 Tier- und Pflanzenarten unter dem Schutz von CITES. Dazu gehören grosse Tiere wie Elefanten oder Tiger, aber auch kleinere Arten wie bestimmte Schildkröten, Fische oder sogar Orchideen. Je stärker eine Art bedroht ist, desto strenger sind die Regeln. Für manche Arten ist der Handel komplett verboten.

Regelmässig treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus vielen Ländern. Sie beraten darüber, welche Arten neu auf die Schutzliste kommen und ob bestehende Regeln verschärft werden müssen. Denn die Lage kann sich verändern. Wenn eine Tierart stärker bedroht ist, als gedacht, braucht sie besseren Schutz.

Zerstörung des Lebensraums

Doch der Handel ist nicht das einzige Problem. Viele Tiere verlieren ihren Lebensraum, weil Wälder abgeholzt oder neue Strassen gebaut werden. Auch der Klimawandel verändert die Natur so stark, dass manche Arten nicht mehr gut zurechtkommen. Artenschutz bedeutet deshalb auch, Lebensräume zu erhalten.

Trotz aller Regeln gibt es leider noch immer Wilderei. Das heisst, Tiere werden illegal gejagt. Deshalb braucht es Kontrollen und Menschen, die sich für den Schutz einsetzen. Denn Tiere und Pflanzen sind wichtig für das Gleichgewicht der Natur. Wenn wir sie schützen, schützen wir auch unsere eigene Zukunft.

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