Bad Bunny beim Super Bowl: Musik trifft Politik
Letzten Sonntag verfolgten wieder Millionen Menschen auf der ganzen Welt das grösste American Football Spiel des Jahres: den Super Bowl. Doch genauso viel Aufmerksamkeit wie das eigentliche Spiel bekam auch die sogenannte Halbzeitshow, das grosse Musik-Spektakel, das zur Pause im Stadion gezeigt wird. In diesem Jahr stand dort der weltbekannte Sänger Bad Bunny im Mittelpunkt.
Hochzeit, Party und Spanisch?
Bad Bunny kommt aus Puerto Rico und ist weltweit berühmt für seine energiegeladene Musik auf Spanisch. Beim Super Bowl trat er als erster Solo-Künstler bei der Halbzeitshow auf, der fast ausschliesslich in spanischer Sprache singt. Viele Menschen fanden das spannend, weil es etwas Besonderes war, anderssprachige Musik auf der grossen Bühne zu hören.
Die Show war voller Überraschungen. Bad Bunny sang mehrere seiner bekannten Lieder und brachte bunte Szenen auf die Bühne, die an das Leben in seiner Heimat Puerto Rico erinnerten, mit Tänzern, Musikern und vielen fröhlichen Bildern. Sogar eine echte Hochzeitszeremonie fand statt: Ein Paar, das Bad Bunny zuvor zu seiner eigenen Hochzeit eingeladen hatte, liess sich während der Show wirklich trauen.
Politik auf der grössten Bühne der USA
Am Ende hielt Bad Bunny einen Football mit den Worten „Gemeinsam sind wir Amerika“ in seinen Händen. Er nannte viele Länder aus Nord-, Mittel- und Südamerika und zeigte damit, dass ganz viele Menschen zusammengehören, egal wo sie leben oder welche Sprache sie sprechen. Auf dem Stadionbildschirm stand später: „Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe“. Diese Botschaft fand bei vielen Menschen grossen Anklang. Bad Bunny nutzte seine öffentliche Stimme auch schon vor dem Auftritt politisch: Er hatte zuvor die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE kritisiert und sich gegen die harte Migrationspolitik ausgesprochen, was vor seinem Super-Bowl-Auftritt für viel Gesprächsstoff sorgte.
Aus diesem Grund fanden nicht alle die Show grossartig. Besonders der US-Präsident Donald Trump kritisierte den Auftritt heftig und nannte ihn „absolut schrecklich“, weil er fast nur auf Spanisch war. Trump sagte, viele Zuschauer würden die Worte nicht verstehen und die Performance würde nicht zu Amerika passen. Für viele war die Show trotzdem ein grosser Spass, weil sie so anders war als viele Halbzeitshows zuvor.
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