Charles Darwin und seine Evolutionstheorie
Charles Darwin, ein Forscher, der die Welt verändert hat. Er wurde im Jahr 1809 im britischen Shrewsbury geboren und lebte bis 1882. Er war gerne in der Natur. Seine Leidenschaft galt der Naturwissenschaft. Bereits mit 22 Jahren reiste er auf einem Schiff für 5 Jahre als Forschungsreisender um die Welt. Diese Weltumseglung veränderte sein Denken für immer.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Charles Darwin war Brite und lebte von 1809 bis 1882. Sein Vater war Arzt.
- Er begann ein Medizinstudium, dieses brach er ab und schloss ein Theologiestudium mit Bestnoten ab.
- Seine Leidenschaft galt den Naturwissenschaften. Er war gerne in der Natur und sammelte Käfer und Pflanzen.
- Eine fünfjährige Schiffsreise auf einem Forschungsschiff veränderte sein Denken.
- Evolution ist die Entwicklung des Lebens auf der Erde. Das ist ein Prozess, der vor Milliarden von Jahren begann und heute immer noch weitergeht.
- Charles Darwins Werk: „Über die Entstehung der Arten“
Kindheit, Familie und Ausbildung
Charles Darwin wuchs als Sohn eines Arztes mit fünf Geschwistern auf. Sein Grossvater war ein bedeutender Dichter. Seine Mutter verstarb, als Charles acht Jahre alt war. Sie gehörte der vermögenden und berühmten Familie Wedgwood an, welche auch heute noch in Grossbritannien für traditionelles, hochwertiges Keramikgeschirr bekannt ist. Nach dem Tode der Mutter übernahmen die älteren Schwestern seine Betreuung.
Er besuchte eine angesehene Privatschule in seiner Heimatstadt. Bald zeigte es sich, dass sein Hauptinteresse in den naturwissenschaftlichen Fächern lag. Seine Begabung für das Verstehen naturwissenschaftlicher Zusammenhänge war offensichtlich. Wann immer möglich, verbrachte er seine Zeit in der Natur, wo er unter anderem Käfer sammelte und diese präparierte (haltbar machte).
Sein Vater wollte, dass er beruflich in seine Fussstapfen trete und meldete ihn zum Medizinstudium an. Da er den Anblick von Blut nicht ertragen konnte, wechselte er zum Studium der Theologie, welches er erfolgreich abschloss. Während seines Studiums an der Universität in Cambridge freundete er sich mit dem Botanikprofessor John Stevens Henslow an. Dieser vermittelte ihm 1831 eine fünfjährige Weltumseglung als Forschungsreisender auf dem Forschungsschiff mit dem Namen HMS Beagle. Darwin sammelte während der Reise Tausende von Pflanzen, Tiere und Fossilien und notierte seine Beobachtungen. Diese Reise sollte sein Denken für immer verändern.
HMS Beagle, die Forschungsreise
Das Ziel der Schiffsreise war die südamerikanische Küste, wo die Forschenden Vermessungen vornehmen wollten. Sie fuhren entlang der Küste von Peru, Chile, Patagonien und Feuerland und erkundeten einige Inseln in der Region. Im Laufe dieser fünf Jahre gelangten sie auch auf die Galapagos-Inseln, nach Brasilien und Australien. Charles Darwin forschte und führte gründlich Buch über seine Beobachtungen, die er für naturwissenschaftlich wichtig befand. Seine Aufzeichnungen während dieser Reise dienten ihm später, nach Beendigung der Reise, als Grundlage für die Entwicklung seiner Evolutionstheorie.
Evolution, was ist das?
Kurz erklärt: Evolution ist die Entwicklung des Lebens auf der Erde. Das ist ein Prozess, der vor Milliarden von Jahren begann und heute immer noch weitergeht. Evolution erklärt uns, wie die ungeheure Vielfalt des Lebens entstehen konnte. Sie zeigt uns, wie aus primitiven Einzellern die Millionen von verschiedenen Arten von Lebewesen entstehen konnten, die es heute gibt. Sie erklärt uns, wie sich Nachfahren entwickeln, die deutlich anders als ihre Vorfahren sind. Die Evolutionstheorie erklärt die Entstehung und Veränderung von Arten (Organismen, die sich miteinander fortpflanzen können). Eine Art ist z.B. die Gemeinschaft von Tieren, die miteinander Nachkommen zeugen können. Eine Art hat einzigartige Merkmale, die in ihren Zellen verankert sind und an die nächste Generation weitergegeben werden.
Eine Dogge und ein Dackel sind beides Hunde (eine Art). Sie sind vor langer Zeit aus einem gemeinsamen Vorfahren entstanden und haben Merkmale unzählige Male weitervererbt und sich so immer mehr verändert. Die gut an die äusseren Umstände angepassten Tiere haben überlebt und sich weiterentwickelt. Die schlecht Angepassten sind ausgestorben. Dadurch fand und findet eine natürliche Auswahl statt und es entstehen laufend weitere Veränderungen.
Für die Naturwissenschaft beschreibt die Schöpfungsgeschichte, wie sie die Bibel lehrt, nicht die tatsächliche Entstehung der Menschen und der Welt. Auch der Mensch ist aus der Evolution hervorgegangen. Für Naturwissenschaftler*innen ist die Entwicklung des Lebens auf der Erde ein natürliches Geschehen.
Das Werk „Über die Entstehung der Arten“
Charles Darwin zögerte lange, seine Gedanken zu veröffentlichen. Erst Jahre nach seiner grossen Forschungsreise mit dem HMS-Beagle und im Austausch mit anderen Forschenden, wie Botanikern, Zoologen und mit naturwissenschaftlichen Forschenden, die aus fernen Ländern mit entsprechenden Forschungsergebnissen seine Gedanken und Notizen unterstützten, wagte er diesen Schritt. Seine ausführlichen Beobachtungen verschiedener Schildkröten und Vögel bestärkten ihn in seiner Theorie über die Veränderlichkeit verschiedener Arten aufgrund ihrer Umgebung und ihrer Lebensweise.
Darwin war sich auch aufgrund seines Theologie-Studiums sehr bewusst, wie seine Forschungsergebnisse und die daraus entstandenen Gedanken der biblischen Vorstellung der Schöpfungsgeschichte widersprechen. Mit dem umfangreichen Werk „Über die Entstehung der Arten“, 1859, wurde er zum Vater der Evolutionsbiologie.
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