Die Website von Facebook spiegelt sich in den Brillengläsern eines Mädchens, das am Abend des 30. April 2015 auf der Rigi im Kanton Schwyz in der Schweiz fotografiert wurde.
KEYSTONE

Das Internet – grossartig und risikoreich

09.06.2026
Emil Georg Hager
Artikel anhören

Es ist schon praktisch und erleichtert sehr vieles im Alltag: das Internet. Und damit der Umgang mit Handy, iPad, Laptop, etc. Auch im schulischen Alltag hat das Internet bereits seit längerer Zeit Einzug gehalten. Es bietet heute aussergewöhnliche Möglichkeiten zum Lernen, Spielen und zum Kommunizieren. Aber nicht nur. Das Internet birgt auch viele Gefahren.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:

  • Weder absolutes Verbot noch komplette Selbstüberlassung.
  • Kindersuchmaschinen sind speziell entwickelte, kindgerechte Webportale.
  • Schüler*innen mit zu viel Bildschirmzeit haben ungesunde Ernährungsgewohnheiten.

Wie steht es bei dir? Wie viel Zeit verbringst du täglich am Smartphone, am Tablet oder am Laptop? Gehörst du auch zu den Kindern und Jugendlichen, für die nach der Schule die Präsenz im Internet nur durch das Abendessen unterbrochen wird – oder nicht einmal das? Sind Online-Präsenz und der Gebrauch digitaler Medien ein Thema in deiner Klasse? Fragen über Fragen, denen du dich ausgesetzt siehst – und deren Hinterfragung wichtig ist.

Internet ist wie der Strassenverkehr

Im allgemeinen ist im Umgang mit digitalen Medien bei Kindern ein absolutes Verbot genauso wie eine komplette Selbstüberlassung nicht zu empfehlen. Kinder benötigen von den Eltern eine aktive Begleitung. Deine Eltern müssen wissen, dass das Internet ähnlich gelagert ist wie der Strassenverkehr. Du als Kind solltest Schritt für Schritt dem Alter und der Entwicklung entsprechend in den sicheren Umgang mit den digitalen Medien eingeführt werden. Das bedeutet, dass deine Eltern immer wieder prüfen, was du selbst übernehmen kannst und wo du noch Unterstützung und Schutz benötigst.

Hinter Onlinediensten wie YouTube oder Instagram verbergen sich grosse, weltweit agierende Unternehmen wie Facebook oder Google. Diese alle haben es jedoch vor allem auf eines abgesehen: auf unsere Daten. Privatsphäre und Datenschutz sind komplexe Themen. Wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder dabei begleiten. So etwa beim Datenschutz: Gib niemals deine persönlichen Daten (Adresse, Telefonnummer, genauer Standort) oder Passwörter im Internet preis. Und weiter sehr wichtig: Sprich oder chatte niemals mit Unbekannten online, wie du dies genauso wenig mit solchen Leuten im echten Leben tun solltest. Bei Belästigung oder dubiosen Chat-Anfragen (Cybergrooming) benachrichtige sofort deine Eltern oder deine Vertrauensperson.

Faustregel 3, 6, 9, 12

Wenn du im Internet Fragen hast oder auf Entdeckungsreise gehen möchtest, stell sicher, dass du seriöse und vertrauenswürdige Webseiten benutzt. Die bekanntesten und sichersten Kindersuchmaschinen im deutschsprachigen Raum sind:

  • fragFINN (www.fragfinn.de): Diese bietet einen geschützten Surfraum für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Es werden ausschliesslich redaktionell geprüfte und unbedenkliche Internetseiten angezeigt.

  • Helles Köpfchen (www.helles-koepfchen.de): Diese Seite richtet sich an Kinder und Jugendliche von 8 bis 16 Jahren. Neben einer sicheren Internetsuche bietet sie ein grosses Wissensportal, Kindernachrichten und Spieletipps.

Kindersuchmaschinen sind speziell entwickelte, kindgerechte Webportale. Sie filtern das Internet, um Kindern einen geschützten Surfraum zu bieten und sie vor ungeeigneten Inhalten zu schützen. Die Suchergebnisse basieren meist auf vorab redaktionell geprüften Webseiten.

Was genauso wichtig ist wie die richtigen Suchmaschinen, ist deine Präsenz im Internet, wie viel Zeit du darin verbringst. Die Faustregel heisst: 3, 6, 9, 12. Was bedeutet dies?

Medienpädagog*innen empfehlen eine altersgerechte Nutzungszeit, die folgendermassen aufgegleist ist: Kinder unter 3 Jahren sollten komplett bildschirmfrei bleiben. Für 6 bis 9 Jahre alte Kinder genügen pro Tag maximal 30 bis 45 Minuten am Bildschirm. 9 bis 12-Jährige sollten maximal 45 bis 60 Minuten pro Tag online sein. Für 12 bis 16-jährige Jugendliche genügt 1 bis 2 Stunden freie Bildschirmzeit. Check dein Alter und finde heraus, wie viel es für dich verträgt.

Übergewichtig, ungesund und körperlich zu wenig aktiv

Die Medienpädagog*innen empfehlen diese Richtzeiten, um Überlastung und mangelnde Bewegung in der realen Welt zu vermeiden. Ebenfalls nützlich sind solche Richtzeiten, damit du auch später nicht in eine entsprechende Sucht verfällst. Bei übermässigem Online-Konsum drohen gesundheitliche Nebenwirkungen und im Extremfall ein Abgleiten in die Sucht. So weisen Schüler*innen mit überdurchschnittlicher Bildschirmnutzung mehr als doppelt so häufig ungesunde Ernährungsgewohnheiten als die anderen auf. Sie sind häufiger übergewichtig, ungesund und körperlich zu wenig aktiv.

Geschäftsführer gesucht!

Du willst nicht nur mitmachen, sondern gestalten? Hier ist deine Chance.

Die Chinderzytig – seit über 7 Jahren die Zeitung für und mit Kindern – sucht eine neue Geschäftsführung. Keine klassische „Verwalter*innen-Rolle", sondern eine echte unternehmerische Spielwiese für jemanden, der oder die Lust auf die Extrameile hat.

Geschäftsführer PDF

Helfen Sie uns, Chinderzytig werbefrei und frei zugänglich zu halten!

Wir von der Chinderzytig möchten die Lesefreudigkeit fördern und nicht einschränken. Deshalb stellen wir unseren Inhalt gratis zur Verfügung.

Unterstütze uns