Auf diesem Foto, das von der PR-Abteilung des internationalen Flughafens Suvarnabhumi zur Verfügung gestellt wurde, beobachten Quarantänemediziner am Sonntag, dem 25. Januar 2026, die thermische Überprüfung von Reisenden aus Westbengalen, Indien, am internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Samut Prakarn, Thailand.
KEYSTONE
Leseniveau:

Das Nipah-Virus

04.02.2026
Camila Gonçalves
Artikel anhören

Was ist das Nipah-Virus? Wie verbreitet es sich und müssen wir uns in Europa Sorgen machen?

Ende Januar 2026 wurden zwei Personen in Westbengalen mit dem Nipah-Virus diagnostiziert. Das Nipah-Virus ist ein sehr seltenes, aber gefährliches Virus, das Menschen krank machen kann. Hierbei handelt es sich um ein «zoonotisches Virus». Normalerweise befällt es Tiere. Manchmal kann es jedoch von Tieren auf Menschen übertragen werden, zum Beispiel durch gesammelte Früchte oder wenn die eigenen Haustiere davon betroffen sind. Besonders gefährlich sind dabei Flughunde. Diese tragen das Virus in sich, ohne selbst krank zu werden. Da sich Flughunde von Pollen und Nektar ernähren, können sie zum Beispiel Früchte infizieren, die später von Menschen gegessen werden können. Sobald ein Mensch damit infiziert ist, kann er das Virus an andere Menschen weitergeben.

Das Virus kann für Menschen sehr gefährlich werden, vor allem in Ländern, die weniger gute medizinische Voraussetzungen haben. Dabei spielt es unter anderem eine Rolle, wie gut die Spitäler sind und ob genügend qualifizierte Arbeitskräfte vor Ort sind. Zurzeit gibt es keinen Impfstoff und keine spezielle Medizin gegen das Nipah-Virus.

Was bedeutet der Ausbruch für die Schweiz?

Die betroffenen Personen wurden isoliert und sind im Spital in Behandlung. Die Behörden haben viele Menschen, die Kontakt zu ihnen hatten, untersucht. Alle 196 Tests waren negativ. Die anderen Personen waren bisher also nicht infiziert.

Expert*innen sagen zudem, dass das Risiko in der Schweiz zurzeit sehr gering ist. Die einzige Möglichkeit wäre, dass Menschen, die gerade in Asien sind, sich anstecken und krank zurückreisen würden. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür sehr klein. Trotzdem haben einige Länder in Asien Gesundheitschecks an Flughäfen eingeführt und informieren Reisende darüber, wie man sich schützen kann. Zu den Tipps gehören: keine Tiere streicheln und keine rohen Früchte oder Gemüse essen. Vor allem die Länder in Asien passen sehr gut auf. In Europa bleibt das Risiko also weiterhin sehr klein.

Nun bist du dran

Hast du schon einmal eine Pandemie erlebt?

Kennst du Tiere, die in der Schweiz gefährlich sein könnten?

Frage nach, bilde dir deine Meinung, sprich darüber – und melde dich doch auch bei uns. Entweder mit auf Facebook oder durch unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Rückmeldungen.

Helfen Sie uns, Chinderzytig werbefrei und frei zugänglich zu halten!

Wir von der Chinderzytig möchten die Lesefreudigkeit fördern und nicht einschränken. Deshalb stellen wir unseren Inhalt gratis zur Verfügung.

Unterstütze uns