Eine Schneeflocke liegt auf einer grauen Wolljacke (Makroaufnahme).
KEYSTONE
Leseniveau:

Der erste Schnee

27.11.2025
Vivian Balsiger
Artikel anhören

Endlich ist es so weit: Der Winter ist da! Morgens ist es noch dunkel, wenn wir aufstehen, und abends wird es schon früh wieder finster. Jetzt fehlt nur noch eins – der Schnee! Aber hast du dich schon einmal gefragt, woher Schnee eigentlich kommt und wie er entsteht?

Das Wichtigste in Kürze

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:

  • Schneien kann es nur, wenn es richtig kalt ist – in den Wolken und bei uns am Boden.
  • In kalten Wolken schweben winzige Wassertröpfchen und Staubkörnchen. Aus ihnen entstehen Eiskristalle.
  • Viele Eiskristalle verbinden sich zu Schneeflocken – jede davon ist einzigartig!

In der Wolke beginnt das Schneewunder

Damit es bei uns auf der Erde überhaupt schneien kann, braucht es eine ganz besondere Wolke: eine Eiswolke. Und die muss richtig, richtig kalt sein – etwa zwischen minus 5 und minus 20 Grad! Das ist so eisig, dass dort sogar der Atem gefrieren würde.

In dieser Wolke schweben viele winzige Wassertröpfchen herum. Sie sind so klein, dass man sie nicht sehen kann. Zwischen ihnen fliegen ausserdem Mini-Staubkörnchen. Diese Staubkörnchen sind wichtig – sie helfen dabei, eine Schneeflocke entstehen zu lassen.

Wenn es kalt genug ist, frieren die Wassertröpfchen an den Staubkörnchen fest.
So entsteht ein Eiskristall, also ein winziger, gefrorener Tropfen.

Und jetzt passiert etwas Wunderschönes: Sechs Wasserteilchen lagern sich rund um das Staubkörnchen an – und bilden eine sechseckige Form, wie ein kleiner Stern aus Eis.
Das ist der Beginn einer Schneeflocke!

Jeder Kristall ist ein kleines Kunstwerk

In der Wolke ist es nicht überall gleich kalt. Manche Stellen sind etwas wärmer, andere kälter, und es gibt mehr oder weniger Wassertröpfchen. Darum wächst jeder Eiskristall anders. Einige Kristalle sehen aus wie feine, zarte Sterne, andere wie Plättchen. Keiner gleicht dem anderen – jede Schneeflocke ist ein echtes Einzelstück!

Wenn ein Kristall grösser und schwerer wird, beginnt er, nach unten zu sinken.
Auf seinem Weg durch die Wolke trifft er auf andere Kristalle. Diese verhaken sich oder kleben zusammen – und so entsteht eine Schneeflocke, die langsam zur Erde schwebt. Fällt dann eine ganze Wolke voller Schneeflocken auf uns herab, verwandelt sich alles in eine weisse, funkelnde Winterwelt.

Warum es nicht immer schneit

Oben in den Wolken ist es fast immer kalt genug für Schnee – sogar im Sommer!
Aber: Auf dem Weg zur Erde wird es manchmal zu warm. Dann schmilzt der Schnee, bevor er bei uns ankommt. So wird aus der Schneeflocke ein Regentropfen – oder manchmal Hagel, wenn er kurz wieder gefriert.

Damit es also wirklich schneien kann, muss die Luft von der Wolke bis zum Boden kalt genug bleiben. Wenn das passiert, ist es endlich so weit: Die ersten Flocken fallen und bedecken alles mit einer weichen, weissen Schneeschicht.

Helfen Sie uns, Chinderzytig werbefrei und frei zugänglich zu halten!

Wir von der Chinderzytig möchten die Lesefreudigkeit fördern und nicht einschränken. Deshalb stellen wir unseren Inhalt gratis zur Verfügung.

Unterstütze uns