Elmin Rastoder (FCT) jubelt nach dem Sieg (3-1) nach dem Super League Spiel zwischen dem FC Thun, FCT, und dem FC Basel 1893, FCB, in der Stockhorn Arena in Thun, am Samstag, 18. April 2026.
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FC Thun auf Meister-Kurs

22.04.2026
Botond Kalotay
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Es ist eine Woche der grossen Träume im Berner Oberland. Nach einer unglaublichen Saison hat der Aufsteiger FC Thun die Chance, bereits in den nächsten Tagen offiziell Meister zu werden. Was am Anfang der Spielzeit niemand für möglich gehalten hat, steht nun kurz bevor. Dieser Erfolg soll uns aufrütteln und zeigen, dass Leidenschaft und Teamgeist oft stärker sind als teure Stars. Es ist eine Geschichte, die uns motiviert, auch bei Gegenwind fest an unsere Ziele zu glauben.

DAS Team

Nachdem der FC Thun letztes Jahr noch in der Challenge League gespielt hat, hat der Aufsteiger in dieser Spielzeit alle Experten überrascht. Von Beginn an zeigte das Team eine Disziplin, die in der Liga selten zu sehen ist. Der Ursprung dieses Erfolgs liegt in der klaren Handschrift des Trainers Mauro Lustrinelli und einem Kader, der perfekt zusammenhält. Einer der auffälligsten Akteure dieser Spielzeit ist zweifellos Ethan Meichtry. Der U21-Nationalspieler zieht im Mittelfeld die Fäden und zeigt eine Übersicht, die sonst eher in den Top-Ligen Europas zu vermuten ist. Vorne sorgt das Duo Elmin Rastoder und Brighton Labeau für die nötige Kaltschnäuzigkeit. Dass Thun mit 75 geschossenen Toren die beste Offensive der Liga stellt, ist das Resultat dieses perfekt abgestimmten Angriffs-Ensembles. Es ist diese Mischung aus Routine und jungen, hungrigen Talenten, die den FC Thun so schwer schlagbar macht. Daher wäre es falsch, diese Traumsaison nur als Glück abzutun. Primär dient dieser Erfolg als Beweis dafür, dass mit einer klaren Strategie über sich hinauswachsen werden kann.

DIE Saison

Während die traditionellen Mächte wie YB oder der FC Basel mit internen Krisen und Formtiefs kämpfen, zieht der FC Thun einsam seine Kreise an der Spitze. Nach dem jüngsten 3:1-Sieg gegen den FC Basel hat die Mannschaft von Mauro Lustrinelli stolze 14 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten St. Gallen. Zu den absoluten Highlights gehörte die beeindruckende Siegesserie von 10 Spielen hintereinander und Siege gegen die grossen Favoriten der Liga. Die Bedeutung dieses Erfolgs geht weit über die Punkte in der Tabelle hinaus. In einer Fussballwelt, die oft nur noch von Millionenbeträgen redet, bietet der FC Thun eine notwendige Rückbesinnung auf die echten Werte des Sports. Das Team überzeugt durch Fleiss und Bodenständigkeit, was sogar international für grosses Aufsehen sorgt. Medien und Fussballfans aus ganz Europa blicken erstaunt auf den kleinen Schweizer Club, der zeigt, dass auch mit bescheidenen Mitteln Grosses erreicht werden kann.

DER Meister(?)

Am kommenden Wochenende beginnt die Championship Group in der Brack Super League und bereits im ersten Spiel dieser Runde hat der FC Thun gegen Lugano den ersten “Meisterball”. Nur einen Sieg brauchen die Thuner in den letzten 5 Spielen der Saison und die Schale wandert zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins Berner Oberland. Ob diese bereits am Samstag gegen den 3. Platzierten FC Lugano geschieht, bleibt noch abzuwarten. Doch nur für den Fall, dass es am Samstagabend soweit ist, gehen die Vorbereitungen für die vielleicht grösste Party, die Thun je gesehen hat, sicherlich bereits auf Hochtouren.

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