Anhänger schauen am Dienstag, dem 3. November 2026, in Hollywood, Florida, bei einer Wahlnachtveranstaltung für den republikanischen Gouverneurskandidaten, den Abgeordneten Byron Donalds (R-Fla.), auf ihr Handy.
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Midterms: Die USA wählen mitten in der Amtszeit

04.11.2026
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Kiruthihan Srikaran
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Am 3. November 2026 wählen die Menschen in den USA. Doch diesmal geht es nicht darum, wer Präsident wird. Es sind die «Midterms», auf Deutsch Zwischenwahlen. Warum sind sie trotzdem so wichtig?

Was sind die Midterms?

Das englische Wort «Midterms» bedeutet «Mitte der Amtszeit». Ein Präsident der USA wird für vier Jahre gewählt. Genau in der Mitte dieser Zeit finden die Zwischenwahlen statt. Donald Trump regiert noch zwei Jahre und steht diesmal nicht zur Wahl. Trotzdem macht er Wahlkampf. Das heisst, er wirbt für seine Politik und für seine Partei, die Republikaner, und ruft die Menschen auf, abzustimmen.

Wer wird gewählt?

In den USA gibt es ein Parlament, das «Kongress» heisst. Es besteht aus zwei Teilen, den Kammern: dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Im Repräsentantenhaus sitzen 435 Politiker:innen, und alle 435 Sitze werden jetzt neu besetzt. Im Senat gibt es 100 Sitze, aber nur 35 davon stehen zur Wahl. Diese Abgeordneten vertreten die Menschen aus dem ganzen Land.

Warum ist das so wichtig?

Im Kongress werden die Gesetze gemacht. Im Moment haben die Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit. Das heisst, sie haben mehr Sitze als die Demokraten, die andere grosse Partei. Stell dir eine Klasse vor: Die Klassenvertretung hat eine tolle Idee, aber die meisten Kinder sind dagegen. Dann wird nichts daraus. Ähnlich ist es im Kongress. Verliert die Partei des Präsidenten die Mehrheit in einer oder in beiden Kammern, wird es für ihn viel schwieriger, neue Gesetze zu machen. Bei den Midterms wird also entschieden, wie viel Unterstützung der Präsident bekommt.

Wer liegt vorn?

Umfragen sagen einen deutlichen Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus voraus. Im Senat erwarten sie ein knappes Rennen. Doch Umfragen sind noch keine Ergebnisse. Wer wirklich gewinnt, zeigt sich erst, wenn die Stimmen gezählt sind. Erste Resultate werden aus drei Südstaaten erwartet. Ausserdem schauen so viele Wahlbeobachter:innen zu wie noch nie.

Was hat das mit uns zu tun?

Was in den USA entschieden wird, spüren wir auch bei uns. Viele Dienste, die wir täglich nutzen, etwa Instagram, YouTube oder ChatGPT, gehören Firmen aus den USA. Auch die Preise, zum Beispiel fürs Tanken, hängen mit der Politik der USA zusammen. Deshalb schauen viele Länder gespannt auf diese Wahl.

Nun bist du dran

In der Schweiz stimmen die Menschen mehrmals im Jahr über einzelne Fragen ab, zum Beispiel über neue Gesetze. In den USA wählen sie vor allem Politiker:innen. Was findest du besser, und warum?

Frage nach, bilde dir deine Meinung, sprich darüber – und melde dich doch auch bei uns. Entweder mit auf Facebook oder durch unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Rückmeldungen.

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