Die neue Mondrakete der NASA startet am Mittwoch, dem 16. November 2022, von der Startrampe 39B im Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida.
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Mondmission: Artemis-2

15.04.2026
Kiruthihan Srikaran
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Stell dir vor, du sitzt in einer Raumkapsel so gross wie ein Wohnzimmer, schaust aus dem Fenster und siehst den Mond zum Greifen nah. Genau das erlebten vier Astronauten während der Artemis-II-Mission. Am 1. April 2026 starteten die vier Raumfahrer*innen vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida mit der riesigen Rakete «Space Launch System» in den Weltraum. Die Crew bestand aus den Amerikanern Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem Kanadier Jeremy Hansen.

Eine Reise wie eine riesige Acht

Der Flugpfad der «Orion»-Kapsel glich insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die vier Astronauten legten dabei mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurück, das ist ungefähr so weit wie ein Flug, der 57-mal um die Erde gehen würde.

Besonders spannend war der Moment, als die Kapsel um den Mond herum flog. Christina Koch umrundete dabei als erste Frau der Geschichte den Mond. Ausserdem hatten die Astronauten etwas sehr Seltenes gesehen: die Rückseite des Mondes mit blossem Auge. Seit 1972 war es keinem Menschen mehr gelungen.

Die dunkle Seite des Mondes

Vielleicht hast du schon von der «dunklen Seite des Mondes» gehört. Das klingt geheimnisvoll, aber eigentlich ist der Name ein bisschen irreführend. Die Rückseite des Mondes bekommt genauso viel Sonnenlicht wie die Vorderseite. Sie ist nur deshalb so wenig bekannt, weil sich der Mond so dreht, dass uns immer dieselbe Seite zugewandt ist.

Die Rückseite sieht ganz anders aus als die Seite, die wir von der Erde aus kennen. Sie ist viel gebirgiger und voller Krater. Der höchste Punkt liegt auf rund 10'800 Metern, das sind zwei Kilometer mehr als der Mount Everest. Wissenschaftler hoffen ausserdem, dass sich in tief verschatteten Kratern auf dem Mond Wassereis verbirgt, das zukünftige Missionen nutzen könnten. Während die Kapsel hinter dem Mond verschwand, konnte das Bodenkontrollteam auf der Erde für etwa 40 Minuten keinen Funkkontakt halten, denn der Mond blockierte einfach alle Signale.

Mit Vollgas zurück

Die Landung war ein kompliziertes Manöver: Die Kapsel erreichte beim Wiedereintritt in die Atmosphäre eine Geschwindigkeit von bis zu 38'400 Kilometern pro Stunde. Danach bremsten grosse Fallschirme die Kapsel ab und sie landete sicher im Pazifik. Am 10. April 2026 um 02:07 Uhr Schweizer Zeit waren alle vier Astronauten «gesund und glücklich» zurück auf der Erde. Das ist ein riesiger Erfolg und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu zukünftigen Mondlandungen!

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