So hat die Schweiz entschieden
Am 08. März 2026 fanden landesweit Abstimmungen statt. Wie das Volk über Themen wie Steuern, Medien, Bargeld und die Umwelt entschieden hat, wird im folgenden Artikel diskutiert.
Letzten Sonntag gab es Abstimmungen auf nationaler Ebene über ein Referendum, drei Volksinitiativen und einen Gegenvorschlag. Verschiedene Themen wurden dabei aufgegriffen, wie die Besteuerung von verheirateten Paaren, die SRG Initiative, Bargeld und Klimafonds. Jede*r Schweizer*in hatte Zeit, bis spätestens am Mittag die Entscheidung ihrer Gemeinde mitzuteilen. Dabei sind die folgenden Resultate entstanden:
Bargeld-Initiative: Abgelehnt
Diese Volksinitiative wollte Bargeld in der Verfassung verankern, damit der Bund genügend Münzen und Banknoten zur Verfügung stellt, auch nebst vermehrt digitalen Zahlungsmethoden und der Schweizer Franken als Währung nur mit Zustimmung des Volkes und Kantonen ersetzt werden darf. Die Initiative wurde knapp mit 54% Nein-Stimmen abgelehnt.
Gegenvorschlag Bargeld-Initiative: Angenommen
Der Bund erkannte auch die Notwendigkeit, Bargeld und den Franken stärker zu schützen. Der Unterschied hier ist, dass der Bund bestehende Regeln in der Verfassung neu verankert. Konkret verpflichtet die Verfassung, neu die Schweizerische Nationalbank Bargeld sicherzustellen und anerkennt den Schweizer Franken als offizielle Währung der Schweiz. Dieser Vorschlag wurde mit einer klaren Mehrheit von 73% Ja-Stimmen angenommen.
SRG-Initiative: Abgelehnt
Kurz gesagt wollte diese Volksinitiative die Radio- und Fernsehgebühr für Privathaushalte von 335.00 CHF auf 200.00 CHF senken und grosse Unternehmen komplett von der Gebühr befreien. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hätte damit viel weniger finanzielle Ressourcen gehabt. Mehr dazu auch im Artikel vom 26.02.2026. Die Initiative wurde schliesslich mit 62% Nein-Stimmen abgelehnt.
Klimafonds-Initiative: Abgelehnt
Diese Volksinitiative verlangte, dass der Bund einen grossen staatlichen Klimafonds errichtet. Der Bund hätte 4-8 Milliarden CHF pro Jahr in erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen und allgemein klimafreundliche Infrastruktur investieren müssen. Diese Initiative wurde vom Volk mit 71% Nein-Stimmen abgelehnt.
Individualbesteuerung: Angenommen
Und zuletzt, wurde gegen das Bundesgesetz über Individualbesteuerung das Referendum ergriffen und wurde deshalb Schweizer*innen zur Abstimmung vorgelegt. Es geht darum, dass in Zukunft jede Person einzeln besteuert wird, egal ob verheiratet oder nicht. Damit soll die sogenannte “Heiratsstrafe” verschwinden, wobei gut verdienende Ehepaare mehr Steuern zahlen mussten. Das Referendum wurde knapp mit 54% Ja-Stimmen angenommen.
Nun bist du dran
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