Die Maisfelder im Kochersberg bei Straßburg im Osten Frankreichs sind am Sonntag, dem 28. August 2022, völlig ausgetrocknet.
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Super El Niño

12.08.2026
Botond Kalotay
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Temperaturen von weit über 40 Grad, ausgetrocknete Flüsse und europaweite Hitzewarnungen. Europa und die Schweiz leiden in diesem Jahr unter einer beispiellosen Hitzewelle. In Städten wie Basel, Bern und Zürich gab es 2026 bisher mehr Tage über 35 °C als in den letzten 22 Jahren zusammen. Gleichzeitig leiden Frankreich als auch Spanien in diesem Sommer unter historischen und extrem zerstörerischen Waldbränden. Während also die Thermometer von Bordeaux bis Basel neue Rekordwerte anzeigen, fragen sich viele Menschen, woher diese extreme Wärme eigentlich kommt.

Super El Niño: Was steckt hinter dem Phänomen?

Der Hauptgrund dafür ist ein Wetterphänomen namens Super El Niño. Normalerweise blasen starke Winde das warme Wasser an der Oberfläche des Pazifischen Ozeans nach Westen, also in Richtung Asien und Australien. Bei einem normalen El Niño schwächen sich diese Winde ab. Von einem Super El Niño sprechen wir jedoch erst dann, wenn das Meereswasser im Pazifik extrem stark aufgeheizt ist, nämlich um mehr als zwei Grad über dem normalen Durchschnitt. Dadurch gerät das gesamte globale Wetter aus dem Gleichgewicht. Das warme Wasser gibt gewaltige Mengen an Hitze und Energie an die Luft ab, was die weltweiten Temperaturen zusätzlich nach oben treibt.

Der Einfluss auf Europa: Wie der Pazifik unser Wetter blockiert

Obwohl dieses Phänomen tausende Kilometer entfernt im Pazifik entsteht, spüren wir die Folgen auch bei uns in Europa sehr deutlich. Der Super El Niño verändert die grossen Luftströmungen rund um die Erde. Das führt dazu, dass sich stabile Hochdruckgebiete festsetzen und wie eine riesige Glocke über Europa liegen bleibt. Diese Hochs blockieren kältere Luftmassen aus dem Norden und saugen stattdessen andauernd heisse Luft aus Nordafrika zu uns. Gleichzeitig trocknet die intensive Sonne die Böden immer weiter aus, wodurch sich die Luft noch schneller aufheizen kann und die Hitze tagelang gefangen bleibt.

Ende in Sicht? Wann die Hitzewelle und der Super El Niño nachlassen

Viele Menschen fragen sich nun, wie lange diese aussergewöhnliche Hitze noch anhalten wird. Meteorologen gehen davon aus, dass ein Super El Niño insgesamt etwa neun bis zwölf Monate dauert und seine grösste Stärke meist erst gegen Jahresende erreicht. Das bedeutet für Europa, dass die Hitzewelle zwar immer wieder durch einzelne Gewitter oder kühlere Tage unterbrochen werden kann, das Grundmuster mit überdurchschnittlich heissen Wochen aber bis in den Spätsommer erhalten bleibt. Auch für den Herbst und Winter deutet vieles auf überdurchschnittlich hohe Temperaturen hin. Da der Pazifik als riesiger Wärmespeicher weiterhin gewaltige Energie an die Atmosphäre abgibt, bleibt unser Klima extrem warm. Für uns bedeutet das einen milderen Herbst sowie einen spürbar wärmeren und feuchteren Winter. Laut Experten ist also erst im Laufe des kommenden Jahres mit einer Rückkehr zu normalen Wetterverhältnissen zu rechnen.

Nun bist du dran

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Hast du schon einmal beobachtet, wie erfinderisch Mensch und Natur werden, um sich an heisse Sommertage anzupassen?

Glaubst du, dass extreme Hitzewellen uns als Gesellschaft dazu bringen könnten, unsere Städte noch grüner, lebendiger und lebenswerter zu gestalten?

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