Ein F-15-Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe fliegt am 30. März 2026 über Zentralisrael.
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Vier Wochen Krieg

01.04.2026
Una Keller
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Am 28. Februar startete der Angriffskrieg der Allianz USA und Israel gegen den Iran. In diesem Artikel blicken wir darauf zurück, was in den letzten vier Wochen geschehen ist und was die jüngsten Entwicklungen sind.

Diese Woche geht der Krieg in die fünfte Woche. Vier Wochen sind vergangen, seit die USA und der Iran in diplomatischen Gesprächen in Genf keine Einigung zum Thema nukleare Waffen finden konnten. Zwei Tage später, am 28. Februar, begann der Angriffskrieg mit der Tötung von Irans höchstem Religionsführer Ayatollah Chamenei durch einen Luftangriff der Allianz USA und Israel. Irans Antwort liess nicht lange auf sich warten, und noch am selben Tag wurden US-Ziele in der Region angegriffen.

Der Krieg eskalierte rasant und breitete sich in den letzten vier Wochen über die ganze Region aus. Nebst den gezielten Tötungen von Führungspersonen und der gezielten Zerstörung von Infrastruktur sind Millionen von Menschen auf beiden Seiten betroffen, von Reisenden und Flüchtenden bis zu zivilen Opfern, die als Kollateralschaden ihr Leben verlieren. Auch zivile Infrastrukturen sowie die Natur leiden unter den ständigen Angriffen.

Sehr verheerend sind die Angriffe auf Öl-Infrastrukturen und die Sperrung der Strasse von Hormus, einer Meerenge, durch welche ein grosser Anteil des weltweiten Ölhandels verläuft. Auch der Internetzugang ist für die Menschen im Iran seit vier Wochen blockiert, was zum einen eine grosse Unsicherheit für Familien schafft und zum anderen die unabhängige Arbeit von Journalist*innen erschwert.

Die neuesten Entwicklungen

Seit dem Anfang des Krieges ist vieles eskaliert. Auch international sind die Folgen spürbar, vor allem durch die steigenden Ölpreise. Und trotz der teilweise begrenzten Zugänge zu Informationen im Iran berichten Medien rund um die Uhr über die neuesten Ereignisse. Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen jedoch, dass kein realistisches Ende in Sicht ist. Während sich Pakistan auf Friedensgespräche zwischen den involvierten Ländern vorbereitet, drohen die USA dem Iran, dessen gesamte Infrastruktur zu zerstören, falls nicht bald ein Waffenstillstand erreicht wird, und versetzen gleichzeitig Tausende von US-Soldaten in die Region. Währenddessen schliesst sich die Huthi-Miliz aus dem Jemen dem Iran an und greifen gemeinsam Ziele in Israel an. Die neuesten Entwicklungen deuten darauf hin, dass es sich um einen Krieg auf mehreren Fronten handelt und auf eine weitere mögliche Ausbreitung mit verheerenden Folgen für Menschen, Natur und Infrastruktur in der Region.

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