Volksabstimmungen vom 27. September 2026
Am vergangenen Sonntag hat die Stimmbevölkerung in der Schweiz über wichtige Zukunftsfragen abgestimmt. Hier erfährst du, worum es in den Abstimmungen ging und was sich jetzt verändert oder eben nicht.
Die Schweizer Stimmbevölkerung, das heisst alle Schweizer*innen, die mindestens 18 Jahre alt sind, haben über die Ernährungsinitiative und die Neutralitätsinitiative abgestimmt. In den Initiativen ging es darum, wie wir in Zukunft essen und wie sich unser Land vor Krisen schützt, aber auch wie wir uns gegenüber anderen Ländern verhalten wollen. Beide Vorlagen wurden von der Stimmbevölkerung abgelehnt. Aber was steckte überhaupt hinter diesen Ideen?
Die zwei Initiativen
Bei der Ernährungsinitiative ging es um das Essen auf unseren Tellern. Die Macher der Initiative wollten, dass die Schweiz viel mehr eigene Lebensmittel anbaut und nicht so stark vom Ausland abhängig ist. Sie forderten, dass auf den Schweizer Feldern mehr Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte gepflanzt werden und die Flächen weniger zulasten der Fleischproduktion und damit weniger für die Viehhaltung genutzt werden. Ausserdem sollten die Natur und das Trinkwasser noch strenger geschützt werden. Die Argumente der Befürworter waren, dass das gut fürs Klima ist und uns in Krisenzeiten schützen soll. Die Gegenseite befürchtete jedoch, dass den Bauernbetrieben zu viele Vorschriften gemacht werden und das Essen im Supermarkt dadurch teurer werden könnte. Die Mehrheit der Bevölkerung hat die Initiative schliesslich abgelehnt.
Die zweite Vorlage war die Neutralitätsinitiative. Die Schweiz mischt sich schon seit langer Zeit nicht in Kriege anderer Länder ein - das wird Neutralität genannt. Die Initiative wollte diese Regel ganz streng in der Verfassung festschreiben. Die Schweiz hätte sich dann zum Beispiel gar nicht mehr an wirtschaftlichen Strafmassnahmen gegen kriegführende Staaten beteiligen dürfen und auch nicht enger mit Militärbündnissen im Ausland zusammenarbeiten können. Die Befürworter glaubten, dass eine ganz strenge Neutralität die Schweiz am besten vor Konflikten schützt. Die Gegner betonten dagegen, dass die Schweiz flexibel bleiben muss, um mit anderen Ländern gemeinsam für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Auch diese Initiative fand bei den Stimmberechtigten keine Mehrheit.
Nun bist du dran
Findest du, dass in der Schweiz mehr Gemüse und weniger Fleisch angebaut werden sollte, um die Natur zu schonen?
Ist es deiner Meinung nach wichtig, dass die Schweiz mit anderen Ländern zusammenarbeitet, wenn es auf der Welt Krieg gibt?
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