Wenn mehr Menschen wandern passieren auch mehr Unfälle
In der Schweiz gehört Wandern zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten überhaupt. Trotzdem kann es gefährlich werden. Die Berge sind schön, aber sie sind auch wild und manchmal unberechenbar. Wer nicht gut vorbereitet ist oder seine Kräfte falsch einschätzt, kann schnell in Schwierigkeiten geraten.
In den letzten Wochen gab es mehrere Meldungen über Menschen, die in den Schweizer Bergen verunglückt sind. Anfang Juli sind zwei Bergsteiger am Matterhorn gestürzt und gestorben. Im Kanton Obwalden, Wallis und Tessin kam es zu weiteren tödlichen Stürzen von fünf Menschen. Wenn im Sommer besonders viele Menschen in die Berge gehen, passieren auch mehr Unfälle. Rettungsteams müssen jedes Jahr hunderte Male ausrücken, um Menschen zu helfen, die nicht mehr weiterkommen oder sich verletzt haben. Manche haben sich verlaufen, andere sind zu müde geworden oder haben sich überschätzt. Es kommt auch vor, dass Menschen merken, dass ihnen schwindelig ist und sie nicht mehr sicher gehen können.
Im letzten Jahr gab es laut dem Schweizer Alpen-Club SAC beinahe 4000 Bergnotfälle. Zu den Notfällen zählen alle Personen, die den Bergrettungsdienst beanspruchen. Viele von ihnen waren gar nicht verletzt. Sie hatten sich verlaufen, waren zu müde oder hatten sich überschätzt. Andere hatten sich verletzt oder waren gestürzt. Die Zahlen zeigen, dass es zwar viele Notfälle gab, aber weniger tödliche Unfälle als in früheren Jahren.
Ursachen vieler Notfälle
Die häufigsten Probleme in den Bergen sind Stürze. Menschen rutschen aus, stolpern oder verlieren das Gleichgewicht. Danach kommt Erschöpfung. Viele merken erst unterwegs, wie anstrengend eine Wanderung sein kann. Manche werden krank oder fühlen sich plötzlich nicht mehr gut. Andere verlieren den Weg oder geraten in eine Lawine, wenn sie sehr hoch oben unterwegs sind. Auch Steinschläge können gefährlich sein, wenn sich Felsen lösen und herunterfallen.
Bergsport ist nicht immer sicher. Er eignet sich vor allem für Menschen, die gut vorbereitet sind und ihre eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen können. Dazu gehört, genug Wasser mitnehmen, gutes Schuhwerk zu tragen und die Route vorher genau zu planen. Bei grösseren oder längeren Bergtouren kann es sich lohnen, mit einem Bergführer unterwegs zu sein. Bergführer kennen sich sehr gut aus und können Gefahren frühzeitig erkennen. Sie wissen auch, wie sich zu verhalten ist, wenn das Wetter plötzlich umschlägt.
Die Berge ziehen viele Menschen an, aber sie verlangen Respekt und Vorsicht. Wichtig ist, dass wir mit kleineren und einfacheren Routen beginnen und danach grössere Projekte in Angriff nehmen, wenn wir auch bereit dafür sind.
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