Sydney Sweeney posiert am Donnerstag, dem 3. September 2026, in Venedig, Italien, beim Armani-Beauty-Event im Rahmen der 83. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig für die Fotografen.
KEYSTONE

Werbespot für Sport-App sorgt für Aufruhr

16.09.2026
Julie Schulhofer
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Die neue Werbung der Schauspielerin Sydney Sweeney für die Sport App Novig sorgt im Internet für viel Kritik. Viele Sportlerinnen finden, dass das Video ein falsches Bild von Frauensport zeigt und wichtige Themen wie Respekt und Gleichberechtigung verletzt.

Im Internet sind viele Sportlerinnen empört. Sie stören sich an der Werbung vom Mittwoch, 9. September, in der die amerikanische Schauspielerin Sydney Sweeney für die Sport App Novig wirbt. In dem Video posiert sie mit sehr wenig Kleidung und wirkt eher wie ein Model als wie eine Sportlerin. Viele Menschen kritisieren das, weil sie finden, dass Frauensport viel mehr ist als nur schöne Körper zu zeigen. Sie sagen, dass die Werbung ein Bild vermittelt, das Frauen im Sport unfair darstellt und ihre Leistungen nicht ernst nimmt.

Sydney Sweeney ist sehr bekannt und hat schon öfter in Werbungen mitgespielt. Manche dieser Werbungen wurden ebenfalls kritisiert. Zum Beispiel fanden einige Menschen ihre Jeans Werbung rassistisch, weil darin bestimmte Gruppen von Menschen auf eine Art gezeigt wurden, die verletzend oder unfair wirkten. Solche Darstellungen können Menschen ausschliessen oder ihnen das Gefühl geben, weniger Wert zu sein.

Die neue Sportwerbung sorgt nun besonders für Aufregung, weil sie ein sehr klischeehaftes Bild zeigt. Ein Klischee ist eine vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe von Menschen, die oft nicht stimmt. In diesem Fall geht es um das Klischee, dass Frauen im Sport nur wegen ihres Aussehens interessant seien. Viele Sportlerinnen haben aber jahrelang hart dafür gearbeitet, dass ihre Leistungen gesehen werden und nicht nur ihre Körper. Die Werbung von Sweeney macht es schwieriger, dieses Ziel zu erreichen.

Online haben viele Profisportlerinnen die Werbung reagiert. Sie zeigen Videos mit der Überschrift «So sieht Frauensport» aus. Darin zeigen sie echte sportliche Leistungen, ihr Training und Teamgeist. Damit wollen sie zeigen, dass Sport viel mehr ist als das Bild, das die Werbung vermittelt.

Was hat Sexismus damit zu tun?

Sexismus spielt in dieser Diskussion eine wichtige Rolle. Sexismus bedeutet, dass Menschen wegen ihres Geschlechts unfair behandelt werden. Das kann so aussehen, dass Frauen nur als hübsch dargestellt werden oder dass Männer keine Gefühle zeigen dürfen. Sexismus kann in Werbungen vorkommen, wenn Mädchen oder Frauen immer gleich gezeigt werden, zum Beispiel nur lächelnd oder nur als hübsches Extra. Für Kinder und Jugendliche ist wichtig zu wissen, dass solche Bilder nicht die Realität zeigen. Menschen können alles erreichen, egal ob sie Mädchen oder Jungen sind.

Solche Themen sind oft schwierig, weil Werbung und Medien starke Bilder erzeugen. Sie zeigen manchmal perfekte Körper, die Druck machen können. Sie zeigen Rollenbilder, die sagen, wie Mädchen oder Jungen angeblich sein sollen. Und sie können Menschen unfair behandeln - das wird Diskriminierung genannt. Deshalb ist es wichtig, Werbung kritisch zu betrachten und darüber zu sprechen, warum manche Darstellungen problematisch sind.

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