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Grossbritannien und die EU gehen getrennte Wege (02.02.2020)

Der Kontinent Europa versuchte mit der EU die Länder zu vereinen. Keine Grenzen, gleiche Währung, ähnliche Regeln. Doch die EU scheint langsam auseinanderzubrechen. Viele kritische Stimmen werden laut. Am Lautesten die Stimmen von Grossbritannien: am 31.1.2020 verliess Grossbritannien die EU.

Wenn ein so einflussreiches Land von Europa die Europäische Union (EU) verlässt, ist das ein grosses Ereignis. Niemanden lässt das wirklich kalt auf der britischen Insel. Etwa die Hälfte findet das Ende als EU-Mitglied gut, aber die andere Hälfte ist dagegen. Das Land ist zerstritten. Doch der Premierminister von Grossbritannien, Boris Johnson, zieht den Entscheid des Volkes durch und führte Grossbritannien Ende Januar zum Brexit. Brexit ist der Name, den man dieser Trennung gegeben hat: «British Exit = BrExit».

 

Warum Brexit? Vor einigen Jahren stellte der damalige Premierminister David Cameron dem Volk die Frage, ob es in der EU bleiben wolle. Auch, weil er überzeugt war, dass dies das Volk wollte. Das Abstimmungsergebnis für einen Brexit überraschte und schockierte. Warum wollte die Mehrheit die EU verlassen? Der Druck und die Regeln der EU seien zu stark. Finanziell gab es für die Befürworter keine Vorteile. Die Bevormundung sei zu gross. Die Briten wollen Briten sein und sich nicht von Franzosen, Deutschen, etc… kommandieren lassen. Nationalstolz pur. Der Frust war riesig.

 

Warum kein Brexit? Die Gegner des Brexit befürchten, dass Grossbritannien sich nun isolieren wird. Es gibt viele Abmachungen, die den Handel und das Geld betreffen, die neu vereinbart werden müssen. Vermutlich zu Ungunsten der Briten. Das Reisen wird erschwert, der Handel sowieso, die militärische Sicherheit vermutlich auch. Und wohin wird sich Grossbritannien richten? Allein geht es auf der Welt wohl kaum. Werden sie engere Freunde mit Donald Trump’s USA? Oder mit Wladimir Putin’s Russland? Die Angst und Unsicherheiten sind riesig.

Von aussen betrachtet, hat das Machtspiel von David Cameron Grossbritannien zerrissen und in eine schwierige Situation geführt. Nun wird der Brexit durchgeführt; komme, was wolle. Ob das für Ruhe und Stabilität in Grossbritannien oder auch in der EU führt, ist fraglich.