Lesen oder gamen?

Gedanken und Fragen zum Welttag des Buches und des Urheberrechts (23.04.2020/rb)

Wieso soll ich ein Buch lesen, wenn ich doch gamen könnte? Wieso soll ich gamen, wenn ich doch einBuch lesen könnte? Und warum nicht gleich selbst ein Buch schreiben?

 

Ein Buch zu schreiben ist etwas sehr Spannendes. Aber auch eine Herausforderung, also nichts für schwache Nerven. Es gibt unzählige gute, junge Autorinnen und Autoren, ja, es gibt sogar ganze Schulklassen, die gemeinsam ein Buch schreiben.  Zusammen ein Buch schreiben und gestalten macht Spass und ist auch sehr kreativ. Jeder und jede hat eine Meinung und viele Ideen. Jeder und jede möchte seinen Text veröffentlichen. Bei einem solchen Projekt kommt es aber nicht auf den Einzelnen an, sondern auf alle, auf das ganze Autorenteam. Es wird dann auch nicht wichtig, wer was geschrieben hat. Es geht vielmehr darum, dass es ein kuules Buch wird, das man in der Hand hält und das auch in Buchhandlungen verkauft wird.

 

Schreiben? Lesen? Doch: Was ist ein gutes Buch?

  

Doch, die Frage ist, was ist denn ein gutes Buch? Und da sind wir wieder beim Lesen angekommen.  Wer liest, schreibt besser. Also, was lest ihr gerne? Und was würdet ihr gerne schreiben? Schreibt ihr lieber allein oder mit anderen zusammen? Für euch selbst oder für andere Leserinnen und Leser? Vielleicht entsteht dann sogar ein ganzes Buch – man muss einfach anfangen damit.

 

Alles hat eine Urheberin oder einen Urheber

 

Ein Buch hat auch immer einen Urheber, eine Urheberin. Wenn jemand ein Buch schreibt gehört der Text immer den Schreibenden. Dieses Urheberrecht der Autoren gilt 75 Jahre lang. Ein Text oder auch en Foto oder eine Zeichnung, die veröffentlicht werden, auch im Internet, hat immer einen Urheber, dem es gehört. Deshalb ist es wichtig, dass man nicht einfach gratis alles zusammenkopiert, und ins Internet stellt, sondern dass man den Künstler oder die Künstlerin fragt, ob das ok ist. In jedem Fall gibt man diese «Quelle», manchmal ist zum Beispiel ein Foto sogar zu bezahlen. Bücher in Papier, elektronische Bücher, Hörbücher, Tausende von Büchern - es gibt für alle etwas zu lesen. Ich mag nicht, das eine gegen das andere abwägen. Ich persönlich mag alles, liebe es in eine fremde Welt einzutauchen und das Buch erst wieder wegzulegen, wenn es zum Happyend gekommen ist. Denn es geht ja nicht nur ums Schreiben und Lesen, sondern vor allem um das das Lesevergnügen. Und: Ich darf gamen und kann trotzdem ein Buch lesen - oder nicht?

(Gastgedanken von Rosmarie Bernasconi, Verlag Einfach Lesen)

Der Welttag des Buches und des Urheberrechts (kurz Weltbuchtag, englisch World Book and Copyright Day) am 23. April ist seit 1995 ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Aktionstag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren. (Wikipedia)

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