Wer hilft den gestrandeten Kindern von Moria? (05.01.2020)

Tausende Kinder hängen auf der griechischen Insel Lesbos im Flüchtlingslager Moria fest. Sie kämpfen gegen Hunger, Krankheiten, fehlende Betreuung und Überforderung der Eltern.

Viele Menschen, die in Moria gelandet sind, stecken fest. Sie kommen aus Syrien, Afgahnistan, dem Irak, Iran und weiteren Ländern des Nahen Ostens. Sie flüchteten oft über den gefährlichen Weg übers Meer in überfüllten, schlechten Gummibooten bei Lebensgefahr. Auf Lesbos gestrandet, warten sie auf die Weiterreise – die ihnen verwehrt bleibt. Europa will die Flüchtenden nicht aufnehmen, in die Heimatländer zurückgehen können und wollen die Flüchtenden selbstverständlich nicht. Hilfe gibt es wenig und wenn, dann zu oft von kleinen Organisationen. Die Regierungen Europas schauen lieber weg. Viel zu wenige Flüchtende werden aufs europäische Festland weitergeleitet. Im Dezember kamen gemäss der UNO-Hilfsorganisation 1191 neue Flüchtende in Moria an währenddem nur gerade 310 Personen in andere Länder verteilt wurden.

 

Mehr als 21’000 Menschen leben im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Geplant ist es für etwa 2800 Menschen, also deutlich weniger. Es fehlt an Wasser, an Lebensmittel, an Medikamenten. «Gewohnt» wird in einfachen Zelten ohne grössere Ausrüstung. Hauptsache, eine Plane über dem Kopf.

 

Polizei sieht man ebenfalls nicht dort, wo Gefahr droht. Die Menschen, besonders Frauen und Kinder, sind in Gefahr und auf sich alleine gestellt. Eltern wären froh, wenn Presseleute und Fotografen die Kinder sogleich mitnehmen; weg von den Eltern zwar, dafür in eine sicherere Umgebung. Dermassen verzweifelt sind die Eltern bereits.

 

Es sieht nicht danach aus, dass es für die Kinder von Moria rasche Hilfe geben wird.

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