Schülerbeitrag für die Chinderzytig; merci Oliver

Heute: Corona. Vor 100 Jahren? Spanische Grippe (21.04.2020/od)

Durch den Coronavirus erinnern wir uns wieder an alte Seuchen und Pandemien. Eine davon ist die Spanische Grippe. Sie ist die grösste und die wohl schlimmste Pandemie des 20. Jahrhundert. Doch wie kam es dazu und was können wir daraus lernen?

Die spanische Grippe kam wohl zu einem sehr schlechtem Zeitpunkt. Nämlich zum Beginn der frühen Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges. Viele Menschen hatten kein Geld mehr oder hatten im Krieg bereits viele Angehörige verloren. Dazu gab es auch viele Schulden der Länder, die z.B Deutschland den Siegermächten zahlen musste. Deshalb war auch das Gesundheitssystem geschwächt. Es war vieles am Boden.

 

Auch das noch...

Wo und wann  sie genau zuerst auftrat ist unbekannt. Auch die erste Welle  war noch sehr unscheinbar, da sie unter den Millionen Toten des Krieges unterging. Erst die zweite Welle im späten Jahr 1918 traf die Welt wirklich verheerend. Allein in den USA starben in einer Woche 21'000 Menschen. Das US-Militär verlor mehr Soldaten als im gesamten 1. Weltkrieg. Auf kleinen Inseln mit einem schlechtem Gesundheitssystem starben etwa jede fünfte Person der Bevölkerung. Danach folgte 1919 nochmal eine kleinere Welle mit Grippetoten. Diese fiel aber eher klein aus.

Corona ähnelt...

Die Symptome bei der Spanischen Grippe sind Glieder und Kopfschmerzen mit hohem Fieber. In schweren Fällen, wie beim Corona Virus entwickelt sich daraus eine Lungenentzündung, die tödlich sein kann. Und im Gegensatz zum Corona Virus starben nicht die Alten und Kranke, sondern  vor allem Gesunde und Kinder.

Doch was können wir daraus lernen? Nun, auch damals handelten viele Länder und Städte unterschiedlich. Deshalb sehen wir auch die Folgen des Handelns. So wurden z.B.  in Philadelphia noch Militärparaden gemacht. Während in St. Louis Versammlungen komplett verboten wurden. Diese Auswirkungen sieht man dann auch bei den Infiziertenzahlen. Deshalb haben heute viele Regierungen die gleiche Strategie wie St. Louis. Vielleicht werden aber auch neue Strategien, die Besseren sein. Das werden wir aber erst nach der Coronapandemie erfahren.

info@chinderzytig.ch / Facebook & Instagram @chinderzytig

Unterstützen Sie uns finanziell! 

Verein Chinderzytig, 3037 Herrenschwanden

Raiffeisenbank Bern, Waisenhausplatz 26, 3011 Bern

IBAN: CH37 8080 8001 2338 1247 2

Signet.png
  • Facebook
  • Instagram