Studenten, die am „Monument à la République“ in Paris gegen die Bildungsbedingungen in Frankreich protestieren.
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500 Schulen in Frankreich bleiben geschlossen

07.10.2026
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Una Keller
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Am Montag blieben in ganz Frankreich 500 Schulen geschlossen. Der Grund dafür ist die zunehmende Gewalt bei den Protesten von Schüler*innen. Die Schüler*innen protestieren schon länger. Sie protestieren gegen die teilweise schlechten Bedingungen an den Gymnasien.

Wie kam es dazu? Seit Wochen protestieren Tausende Schüler*innen in ganz Frankreich. Sie protestieren gegen die schlechten Bedingungen an Gymnasien. Die Proteste begannen Mitte September. Damals blockierten Schüler*innen spontan ein Gymnasium in Créteil. Créteil ist ein Vorort von Paris. Die Aktion verbreitete sich schnell über die sozialen Medien. Danach schlossen sich Schüler*innen im ganzen Land den Forderungen an. Sie fordern bessere Bedingungen an den Schulen. Die Schüler*innen kritisieren vor allem, dass es zu wenige Lehrpersonen gibt. Auch viele Schulgebäude sind alt oder beschädigt und müssen repariert werden. An manchen Schulen gibt es nicht einmal Trinkwasser. Die Schüler*innen kritisieren auch das Schulsystem. Es gleicht soziale Unterschiede nicht aus.

Die eskalierende Gewalt

Seit dem Beginn der Proteste im September haben sich Tausende weitere Menschen angeschlossen. Es protestieren nicht nur Schüler*innen. Auch viele Eltern und Lehrpersonen gehen mittlerweile auf die Strasse. Gleichzeitig wächst aber auch die Gewalt. Seit dem Beginn der Unruhen wurden bereits 500 Menschen festgenommen. In Frankreich sorgt im Moment besonders die extreme Gewalt der Polizei gegen die Protestierenden für Empörung. 235 Menschen wurden verletzt. Unter den verletzten Menschen ist auch ein 15-jähriger Junge. Bei einem der schockierendsten Vorfälle verlor er eine Hand.

Was jetzt?

Diese Vorfälle machen die Lage noch schwieriger. Am Montag blieben deshalb 500 Schulen geschlossen. Damit soll die Gewalt eingedämmt werden. Gleichzeitig wird der politische Druck grösser. Der französische Premierminister heisst Sébastien Lecornu. Er reagierte auf die Forderungen. Er versprach, dass Unterrichtsausfälle in Zukunft verhindert werden sollen. Die Gebäude der Schulen sollen verbessert werden. Auch die Regeln für die Aufnahme an Universitäten sollen klarer werden. Diese Versprechen sind noch nicht sehr genau. Sie kommen kurz vor den bisher grössten Protesten. Diese Proteste werden für Dienstag erwartet. Kurz davor wurde der Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 veröffentlicht. Das war am 1. Oktober. In diesem Plan wird auch geregelt, wie viel Geld für Bildung eingeplant wird. Frankreich gehört zu den Ländern, die am meisten Geld für Bildung ausgeben. Trotzdem kommt das Geld nicht immer dort an, wo die Probleme am grössten sind. Die Proteste sind ein klares Signal an die Politik. Junge Menschen in allen Stadtteilen sollen eine Stimme bekommen. Die Politik soll nicht erst reagieren, wenn die Gewalt so stark zunimmt, dass ein Junge seine Hand verliert.

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