Mamadou steht an einem einfachen Holzwebstuhl im Freien und arbeitet mit bunten Fäden. Im Hintergrund sind weitere Kinder an Webstühlen zu sehen. Die Webstühle bestehen aus Holzstäben und vielen gespannten Fäden. Die Szene befindet sich unter Bäumen auf einem unbefestigten Boden.
Hans Peter Stauffer

Erlebnisbericht: Kinder der Welt Teil 7

10.09.2026
Hans Peter Stauffer
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Wie lebt ein Kind in der Elfenbeinküste? In diesem Erlebnisbericht lernst du Mamadou kennen. Er erzählt von seinem Alltag, von seiner Familie und von seinem Traum. Später möchte er Touristen durch sein Land führen.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:

  • Mamadou aus Bouaflé, Elfenbeinküste.
  • Kultur und Handwerk interessieren ihn.
  • Er möchte einmal Guide für ausländische Gäste sein.

Die Elfenbeinküste liegt in Westafrika. Mamadou wohnt im Landesinnern. Sein Wohnort ist etwa 60 Kilometer von der Hauptstadt Yamoussoukro entfernt. Viele Menschen denken, dass Abidjan die Hauptstadt ist. Diese Stadt liegt am Meer. Sie hat einen wichtigen Hafen und ist deshalb die wirtschaftliche Hauptstadt. Mamadou war noch nie am Meer. Vielleicht kann er später, nachdem er die obligatorische Schule abgeschlossen hat, in Abidjan Tourismus studieren. Dann kann er den Atlantik sehen und im Meer schwimmen lernen.

Bouaflé ist für viele Besucher der Ausgangspunkt, um den Nationalpark Marahoué zu besuchen. Für die Touristen werden wichtige Volkstänze gezeigt. Mamadou hilft seinem Vater bei der Herstellung der bekannten, bunten Stoffe. Diese Stoffe gefallen den Besuchern sehr gut. Für Mamadou ist das keine Arbeit, sondern Spass. Er spricht gerne mit den ausländischen Gästen in verschiedenen Sprachen. Mit seiner freundlichen Art hilft er seinem Vater beim Verkauf der Stoffe.

Schnell in die Schule und hoch hinaus

Mamadou ist fast 13 Jahre alt. Er wohnt mit seinen Eltern und drei Geschwistern in einem eigenen Haus in einem neuen Stadtviertel. Die Schule ist in der Nähe seines Wohnorts. Am Morgen schläft er gerne etwas länger. Er trinkt einen Fruchtsaft und geht mit einem Stück Fladenbrot in der Hand in wenigen Minuten in die Schule. Mamadou mag den Geschichts und Naturunterricht sehr. Der Unterricht ist in Französisch und Englisch. Sprachen sind seine Stärke. Deshalb versteht er durch den Kontakt mit Touristen auch etwas Deutsch und Niederländisch. Mamadou ist ein guter Schüler. Er weiss, dass es ein weiter Weg ist, bis er an der Universität studieren kann. Er ist sich sicher, dass er es schaffen wird.

Ein Sonntag voller Familie und Freude

Mamadou freut sich auf die Sonntage. Seine Eltern und Geschwister treffen sich mit den Grosseltern, Tanten, Onkeln und vielen Cousins vor der methodistischen Kirche. Gemeinsam gehen sie in den Gottesdienst. Dort wird über mehrere Stunden nicht nur zugehört. Es wird auch viel gesungen und getanzt. Die Kinder spielen währenddessen vor der Kirche zusammen. Die Jungs spielen Fussball. Die Mädchen spielen mit Reifen. Wenn es zu warm wird, gehen sie wieder in die kühle Kirche. Dort gibt es auch Getränke und kleine Snacks. Nach dem Gottesdienst treffen sich die Familien und Freunde zum gemeinsamen Mittagessen. Alle sind dabei fröhlich und ruhig.

Wenn Gäste kommen und sein Traum näher rückt

Wenn eine Gruppe Touristen in der Stadt ist, freuen sich die Handwerker und Händler über das zusätzliche Geschäft. Die jungen Männer gehen schnell nach Hause. Sie holen ihre Trommeln und Kostüme und versammeln sich auf dem Platz. Wenn die Gäste aus dem Nationalpark zurückkommen, werden sie mit Musik und kalten Getränken empfangen. Der Reiseleiter erklärt, wie die bunten Stoffe an den Webstühlen hergestellt werden. Mamadou setzt sich an den Webstuhl seines Vaters. Er tut so, als ob er den fast fertigen Stoff weiterbearbeitet. Er versucht, die Gäste in ihrer Muttersprache anzusprechen. Wenn das nicht klappt, spricht er Französisch oder Englisch. Er versucht, die Aufmerksamkeit der möglichen Käufer auf sich und auf die Arbeit seines Vaters zu lenken. Wenn er etwas verkaufen kann, freut er sich. So hilft er seinen Eltern. Gleichzeitig kann er seine Sprachkenntnisse anwenden und etwas über Europa oder Amerika erfahren.

*Mit Unterstützung von ChatGPT vom Original Niveau B1 auf A1 vereinfacht.

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