Ein Demonstrant in Lyon, Frankreich, hält ein satirisches Plakat hoch, auf dem der französische Präsident Emmanuel Macron und eine Guillotine im Stil der Dating-App Tinder mit dem Text 'It’s a Match!' zu sehen sind. Das geschah während der weit verbreiteten Demonstrationen und Ausschreitungen im Oktober 2026 wegen steigender Lebenshaltungskosten und Unzufriedenheit unter den Studenten.
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Frankreich in Aufruhr: Wenn aus Schulprotesten Krawalle werden

21.10.2026
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Botond Kalotay
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In Frankreich gibt es grosse Unruhen. Vor einem Monat begannen Schüler an einem einzigen Gymnasium in Paris zu protestieren. Daraus wurde einer der grössten Proteste seit vielen Jahren. Am letzten Samstag gingen mehr als eine halbe Million Menschen auf die Strasse. Doch an vielen Orten gab es Gewalt. Autos brannten. Menschen raubten Geschäfte aus. In Limoges brannte sogar das historische Rathaus. Das ist ein altes und wichtiges Gebäude der Stadt. Doch wie kam es dazu?

Es begann im Schulzimmer

Alles begann am 21. September. Der Ort war das Lycée Antoine-de-Saint-Exupéry in Créteil. Das ist ein Gymnasium in einem Vorort von Paris. Wenige Tage vorher hatten die Lehrpersonen dort gestreikt. Sie arbeiteten nicht. Damit protestierten sie gegen zu wenig Personal und Geld an ihrer Schule. Die Schüler machten mit. Sie blockierten den Eingang ihrer Schule. Sie wollten genug Lehrpersonen. Sie wollten kleinere Klassen. Und sie wollten Schulhäuser, die nicht kaputt sind. Denn in vielen Schulen in Frankreich sitzen bis zu 35 Jugendliche in einer Klasse. In manchen Fächern gibt es seit Monaten keine Lehrperson. Es gibt auch Schulzimmer, die nur für eine bestimmte Zeit aufgebaut wurden. In diesen Zimmern wurde es im letzten Sommer bis zu 40 Grad heiss. Dazu kommt der grosse Stress mit «Parcoursup». Das ist eine Seite im Internet. Dort müssen sich alle für einen Platz zum Studieren anmelden. Über die sozialen Medien erfuhren sehr schnell viele Menschen von den Protesten. Bald waren Hunderte Schulen im ganzen Land blockiert. Auch Studierende, Eltern, Lehrpersonen und Gewerkschaften machten mit. Gewerkschaften sind Gruppen. Sie setzen sich für die Rechte von Menschen bei der Arbeit ein.

Wenn Protest in Gewalt kippt

Schon Anfang Oktober gab es bei den Protesten immer mehr Gewalt. Vor vielen Schulen brannten Mülltonnen. Menschen schossen Feuerwerk ab. Einige Schulhäuser wurden sogar angezündet. Dabei wurden auch Personen verletzt, die Schulen leiten. Auch Lehrpersonen wurden verletzt. Oft sollen Gruppen mit verdeckten Gesichtern dafür verantwortlich sein. Diese Menschen gehen gar nicht an die betroffenen Schulen. Die Polizei reagierte sehr hart. Sie benutzte Tränengas und Gummigeschosse. Das sind Geschosse aus Gummi. Die Polizei nahm Tausende Menschen fest. Die meisten waren jünger als 18 Jahre. Mehrere Jugendliche wurden schwer verletzt. Ein 16 Jahre alter Junge verlor ein Auge. Ein 15 Jahre alter Junge verlor seine Hand. Organisationen wie Amnesty International und die UNO kritisieren deshalb die Polizei. Sie sagen: Die Polizei geht viel zu hart gegen Kinder und Jugendliche vor. Am letzten Samstag, dem 17. Oktober, wurde die Lage noch schlimmer. Gewerkschaften und die sogenannten Gelbwesten hatten zu einem grossen Protest aufgerufen. Sie protestierten gegen die steigenden Preise. Die Jugendlichen machten ebenfalls mit. Rund 550'000 Menschen gingen auf die Strasse. Die meisten protestierten friedlich. Doch in Paris, Lyon und Marseille gab es Gewalt. Menschen raubten Geschäfte aus. Auf den Strassen gab es heftige Kämpfe. Fast 2'400 Menschen wurden festgenommen. Rund 1'000 Polizistwurden verletzt. In Paris starb ein Demonstrant nach einem Herzstillstand. Das bedeutet: Sein Herz hörte auf zu schlagen. In Nantes starb ein junger Polizist bei einem Polizeieinsatz. Er wurde von einem Auto angefahren.

Ein Land vor der Zerreissprobe

Jetzt gibt es viel Streit über die Frage: Wer ist für die Gewalt verantwortlich? Die Regierung gibt der linken Partei «La France Insoumise» die Schuld. Sie sagt: Die Partei benutzt die Jugendlichen für ihre eigenen Ziele. Damit macht sie die Unruhen noch schlimmer. Die Partei sagt aber: Die Proteste sind von selbst entstanden. Präsident Emmanuel Macron sprach am Sonntag im Fernsehen. Er forderte die Menschen auf, ruhig zu bleiben und für Ordnung zu sorgen. Er sagte auch: Alle Menschen sollen bestraft werden, die Geschäfte ausgeraubt oder Gebäude angezündet haben. Gleichzeitig macht die Regierung Versprechen für die Schulen. Bis Ende Oktober soll es erste Lösungen geben. Zum Beispiel sollen fehlende Lehrpersonen ersetzt werden. Die Schulen sollen auch Geld bekommen. Damit sollen kaputte Gebäude repariert werden. Aber es ist nicht sicher, ob das reicht. Denn in einem halben Jahr wählt Frankreich einen neuen Präsidenten. Viele Menschen sind schon lange mit der Politik unzufrieden. Inzwischen gibt es solche Proteste auch in Belgien, Italien und Griechenland. Die Probleme und Wünsche der Jugendlichen haben also gute Gründe. Die Jugendlichen verdienen es, ernst genommen zu werden. Doch Gewalt schadet am Ende vor allem den Jugendlichen selbst. Sie lenkt von dem ab, worum es eigentlich geht. Das Ziel sind bessere Schulen für alle.

Nun bist du dran

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*Mit Unterstützung von ChatGPT vom Original Niveau B2 auf A1 vereinfacht.

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