Besucher der Donauinsel befüllen ihre Trinkflaschen, aufgenommen am Sonntag, 28. Juni 2026 in Wien.
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Wenn das kühle Nass zu warm für dessen Bewohnende wird

08.07.2026
Camila, Gonçalves
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Die Hitzewelle ist für viele Menschen unangenehm. Wir können in den Schatten gehen oder ins Wasser springen. Fische, Krebse und andere Tiere im Wasser können das oft nicht. In vielen Seen und Flüssen in der Schweiz ist das Wasser im Moment so warm wie selten zu dieser Jahreszeit. Manche Seen haben sogar neue Rekordtemperaturen erreicht.

Fische sind wechselwarme Tiere. Das bedeutet, dass ihre Körpertemperatur so warm ist wie das Wasser. Wird das Wasser wärmer, wird auch ihr Körper wärmer. Dann brauchen sie mehr Energie und mehr Sauerstoff. Warmes Wasser enthält aber weniger Sauerstoff als kaltes Wasser. Die Fische brauchen also mehr Sauerstoff, bekommen aber weniger davon. Das bedeutet grossen Stress für viele Tiere im Wasser. Besonders betroffen sind Forellen und Äschen. Sie mögen kaltes Wasser mit viel Sauerstoff. Schon ab etwa 20 Grad geraten sie unter Stress. Bleibt das Wasser längere Zeit über 23 bis 25 Grad warm, kann das für sie lebensgefährlich werden.

Auch Flusskrebse, Insektenlarven und viele kleine Tiere am Gewässerboden leiden unter der Hitze. Diese kleinen Tiere sind das Futter für viele Fische. Wenn sie verschwinden, finden die grösseren Fische weniger Nahrung. In grossen Seen können manche Fische in tiefes und kühleres Wasser schwimmen. In kleinen Bächen und Flüssen geht das oft nicht. Dort wird die Situation besonders schwierig. Deshalb gibt es an einigen Flüssen menschenfreie Zonen. Dort können sich die Fische im kühleren Wasser erholen. Forschende haben auch ein neues Frühwarnsystem entwickelt. Es kann schon einige Wochen vorher zeigen, wann das Wasser für Fische zu warm werden könnte.

Welche Folgen hat das für die Natur?

Wenn die Hitze lange anhält, gerät das ganze Ökosystem eines Gewässers aus dem Gleichgewicht. Geschwächte Fische werden schneller krank und bekommen weniger Nachwuchs. Im schlimmsten Fall sterben viele Tiere gleichzeitig. Auch Pflanzen und kleine Tiere im Wasser leiden unter der Hitze. Blaualgen wachsen bei warmem Wasser besonders gut. Sie können Giftstoffe bilden. Diese Stoffe können für Menschen und Tiere gefährlich sein. Wer Wasser mit vielen Blaualgen trinkt, kann Durchfall und Erbrechen bekommen. Auch Entenflöhe breiten sich leichter aus. Sie können beim Baden starken Juckreiz verursachen.

Wenn die Hitze weiter anhält, haben Tiere, die hohe Temperaturen schlecht vertragen, grosse Probleme. Tiere, die warmes Wasser besser vertragen, breiten sich aus. Dadurch gibt es weniger verschiedene Tierarten. Die Hitzewelle zeigt, dass der Klimawandel nicht nur das Wetter verändert. Er verändert auch die Welt unter dem Wasser. Menschen und viele andere Tiere brauchen eine gesunde Unterwasserwelt.

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