Die Erfindung des Selfies
Vor rund 101 Jahren wurde der Fotoautomat, wie wir ihn heute kennen, zum ersten Mal gebaut. Gleichzeitig entstand damit auch das erste Selfie. Der Fotoautomat wurde sehr schnell erfolgreich. Doch bis zur Erfindung war es ein langer Weg. Dieser führte den Erfinder während vieler Jahre durch verschiedene Länder.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Der Erfinder des Fotoautomaten, Anatol Josepho, wollte eine günstigere Alternative zur damaligen Portraitfotografie schaffen.
- Der Weg zur Erfindung war schwierig und führte ihn von Russland über China bis in die USA.
- Heute erleben Fotoautomaten wieder einen Aufschwung als Teil des Trends zu analogen Technologien.
- Fotoautomaten machen heute viele verschiedene Fotos, von Passbildern bis zu «Vintage» oder «K-Pop» Fotostreifen.
Die Geschichte des Erfinders Anatol Josepho beginnt im Jahr 1894 in Omsk in Sibirien. Dort wurde er geboren. Schon als Kind interessierte er sich sehr für Kameras. Damals gab es sogenannte «Brownie Box» Kameras. Das waren grosse kastenartige Geräte, die Schwarz Weiss Fotos machen konnten.
Mit nur 15 Jahren zog Josepho nach Berlin. Dort wollte er Portraitfotografie lernen. Diese war damals eine moderne Alternative zur Portraitmalerei. Portraitfotos waren aber teuer und deshalb nicht für alle Menschen möglich. Das brachte Josepho auf eine Idee. Er wollte etwas erfinden, damit sich alle Menschen ein eigenes Foto leisten konnten.
Im Jahr 1912 reiste er nach New York. Dort hatte er aber keinen Erfolg und kehrte schon nach einem Jahr zurück nach Europa. Danach eröffnete er in Budapest sein erstes Fotostudio. Dieses bestand jedoch nicht lange, weil 1914 der Erste Weltkrieg begann und er aus Ungarn fliehen musste. Die nächsten Jahre lebte er wieder in Omsk und arbeitete weiter an seiner Erfindung.
Nach dem Krieg reiste er weiter nach Osten. Mit dem Zug fuhr er nach Shanghai in China. Dort entwickelte er den chemischen Teil seiner Erfindung weiter. Vier Jahre lang lebte und arbeitete er in Shanghai. Danach ging er ein zweites Mal nach New York. Dieses Mal hatte er Erfolg. Schon nach einem Jahr baute er den ersten Fotoautomaten, wie wir ihn heute kennen.
Der erste Fotoautomat stand am Broadway in New York, einer bekannten Theaterstrasse. Er wurde sofort beliebt. Viele Menschen gingen dorthin, um ein Foto von sich zu machen. In den folgenden Jahren wurden immer mehr Automaten aufgestellt. Im Jahr 1927 verkaufte Josepho seine Rechte für den Fotoautomaten an einen Amerikaner. Danach zog er mit seiner Familie nach Kalifornien und arbeitete dort weiter an neuen Erfindungen.
Heute von “Vintage” bis zu “K-Pop”
Was früher als günstige Alternative zur Portraitfotografie begann, kann man heute als Anfang des Selfies sehen. Das Selfie ist heute die bekannteste und einfachste Art, sich selbst zu fotografieren. Trotzdem gibt es Fotoautomaten noch immer. Auch wenn es heute weniger Fotoautomaten gibt als früher, werden sie wieder beliebter. Vor allem soziale Medien haben dazu beigetragen. Viele junge Menschen nutzen wieder Fotoautomaten. Ein Grund dafür ist die besondere Optik der Bilder. In Europa sind vor allem «Vintage» Fotoautomaten beliebt. Sie machen klassische Schwarz Weiss Bilder. In Ostasien aber sind vor allem «K Pop» Automaten aus Südkorea beliebt. Sie machen thematische Bilder, die oft später noch verziert werden können. Junge Menschen mögen Fotoautomaten auch, weil sie danach ein echtes Erinnerungsstück in den Händen halten. Das kann eine Erinnerung an Ferien, ein Fest oder einen lustigen Moment mit Freund*innen sein. Dies passt auch zu einem grösseren Trend, wobei viele analoge Dinge wieder beliebter werden. Dazu gehören Filmkameras, Polaroidfotos oder Plattenspieler.
*Mit Unterstützung von ChatGPT vom Original Niveau B2 auf A2 vereinfacht.
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