BEin Kuvert fuer die briefliche Abstimmung, anlaesslich der Eidgenoessischen Volksabstimmung vom 09. Februar 2025, fotografiert am Donnerstag, 16. Januar 2025 in Bern.
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So hat die Schweiz entschieden

11.03.2026
Una Keller
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Am 08. März 2026 gab es in der ganzen Schweiz Abstimmungen. Die Bevölkerung entschied über mehrere Themen. Dazu gehörten Steuern, Medien, Bargeld und das Klima. Wie die Menschen abgestimmt haben, wird im folgenden Artikel erklärt.

Letzten Sonntag gab es Abstimmungen auf nationaler Ebene. Es ging um ein Referendum, drei Volksinitiativen und einen Gegenvorschlag. Dabei standen verschiedene Themen im Mittelpunkt. Zum Beispiel die Besteuerung von verheirateten Paaren, die SRG Initiative, Bargeld und ein Klimafonds. Alle stimmberechtigten Personen konnten bis spätestens am Mittag ihre Stimme bei ihrer Gemeinde abgeben. Danach wurden die Stimmen gezählt. Daraus ergaben sich die folgenden Resultate.

Bargeld-Initiative: Abgelehnt

Diese Volksinitiative wollte Bargeld stärker schützen. Bargeld sollte in der Verfassung stehen. Damit sollte der Bund verpflichtet werden, weiterhin genügend Münzen und Banknoten bereitzustellen. Das sollte auch gelten, wenn immer mehr Menschen digital bezahlen. Ausserdem sollte der Schweizer Franken nur ersetzt werden dürfen, wenn Volk und Kantone zustimmen. Die Initiative wurde knapp abgelehnt. 54 Prozent der Stimmenden sagten Nein.

Gegenvorschlag Bargeld-Initiative: Angenommen

Auch der Bund fand, dass Bargeld und der Schweizer Franken geschützt werden sollen. Deshalb gab es einen Gegenvorschlag. Dabei werden bestehende Regeln neu in der Verfassung festgeschrieben. Die Verfassung verpflichtet neu die Schweizerische Nationalbank, genügend Bargeld bereitzustellen. Gleichzeitig bestätigt sie den Schweizer Franken als offizielle Währung der Schweiz. Dieser Vorschlag wurde deutlich angenommen. 73 Prozent der Stimmenden sagten Ja.

SRG-Initiative: Abgelehnt

Diese Volksinitiative wollte die Radio- und Fernsehgebühr für Haushalte senken. Haushalte sollten statt 335 Franken nur noch 200 Franken pro Jahr bezahlen. Grosse Unternehmen sollten gar keine Gebühr mehr bezahlen müssen. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft hätte dadurch deutlich weniger Geld gehabt. Mehr Informationen dazu gab es auch im Artikel vom 26.02.2026. Die Initiative wurde abgelehnt. 62 Prozent der Stimmenden sagten Nein.

Klimafonds-Initiative: Abgelehnt

Diese Volksinitiative verlangte, dass der Bund einen grossen Klimafonds schafft. Der Staat hätte jedes Jahr zwischen 4 und 8 Milliarden Franken investieren müssen. Das Geld wäre zum Beispiel in erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen und klimafreundliche Infrastruktur geflossen. Die Bevölkerung lehnte diese Initiative deutlich ab. 71 Prozent der Stimmenden sagten Nein.

Individualbesteuerung: Angenommen

Zum Schluss wurde über das Bundesgesetz zur Individualbesteuerung abgestimmt. Gegen dieses Gesetz wurde ein Referendum ergriffen. Deshalb musste das Volk darüber entscheiden. In Zukunft soll jede Person einzeln Steuern bezahlen, egal ob sie verheiratet ist oder nicht. Damit soll die sogenannte Heiratsstrafe verschwinden. Bisher mussten gut verdienende Ehepaare oft mehr Steuern bezahlen als unverheiratete Paare. Das Referendum wurde knapp angenommen. 54 Prozent der Stimmenden sagten Ja.

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