Angehörige und Kameraden nehmen am 24. Februar 2026 an einer Trauerfeier für gefallene ukrainische Soldaten auf dem Militärfriedhof in Charkiw im Nordosten der Ukraine teil.
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4 Jahre Krieg. Und nun?

25.02.2026
Lars Ziörjen
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Am 24. Februar 2022 marschierten russische Truppen in die Ukraine ein. Seit diesem Tag herrscht in Europa Krieg. Wie geht es weiter? Und wie fest sind wir bereits abgestumpft?

4 Jahre Krieg und irgendwie ist kein Ende in Sicht. Es geschieht nebenbei so vieles… Themen, die uns beschäftigen, sind Zölle, Grönland, Taiwan, Klima, Rassismus, Halbierungsinitative, Olympia, getötete Drogenbosse in Mexiko. Zwischendurch auch good news, beispielsweise von der Ozonschicht, von wieder erstarkten Tieren, von Erfindungen. Doch, der Krieg, der uns so nahe ist? Weit entfernt. Statt das Nachbarland schnell zu erobern, stiess Russland auf erbitterten Widerstand, bis heute.

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine begann eigentlich bereits im Jahr 2014, als Russland die ukrainische Halbinsel Krim völkerrechtswidrig besetzte und die Separatisten im Osten der Ukraine unterstützte. Doch erst mit der vollumfänglichen Invasion der russischen Truppen am 24. Februar 2022 wurde aus dem regionalen Krieg ein internationaler Angriffskrieg – mittlerweile der blutigste Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Doch, ist der Krieg hier überhaupt noch Thema? Was unternehmen die Länder in Europa oder interkontinental, um Putin und sein Land zu stoppen? Interessiert uns der Krieg überhaupt noch?

Wann ist Schluss?

Das Traurigste im Voraus: ein Ende ist leider nicht in Sicht. Es wird zwar scheinbar verhandelt, es wird gesprochen, gedroht und doch wenig unternommen. Die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland greifen nicht genug, die Abschreckung funktioniert kaum, die Ukraine wird zu wenig unterstützt (aktuell baut die Ukraine im Rekordtempo eigene Langstreckenwaffen, da die Hilfe vom Ausland auf sich warten lässt). Aus Deutschland liest man Worte wie: “Das Schicksal der Ukraine ist unser Schicksal.”. Die NATO lobt die Ukrainer*innen als “stille Helden” und sagt, dass “ein Versprechen von Hilfe” keinen Krieg beendet. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagt, dass Putin “diesen Krieg nicht gewonnen hat. (…) All der Kampf, der Mut, die Würde, alles, was die Ukraine durchgemacht hat, darf nicht entwertet werden.” Doch, das sind alles leider nur Worte. Selbst die Versuche von US-Präsident Donald Trump, der so gerne den Friedensnobelpreis gewinnen möchte, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj an einen Tisch zu bringen, sind allesamt gescheitert. Moskau lässt keine wirkliche Friedensabsicht erkennen. Wir in der Schweiz sind vielleicht empört, in der Regel folgen wir unserem Alltag ungeachtet weiter. Das ist einerseits gesund fürs eigene Wohl, doch global betrachtet kann es das doch irgendwie nicht sein. Oder? Wie die Lösung für einen baldigen Frieden aussieht, lässt sich leider nicht präzise beschreiben. Die Situation ist enorm kompliziert.

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