Die Wasserfroesche in einem Teich im Meggerwald bei Meggen feiern am Dienstag, 22. Mai 2007, Hochzeit und praesentieren sich auf den Seerosenblaettern.
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Frösche

14.05.2026
AGu
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Frösche gibt es auf allen Kontinenten - in warmen und in kühlen Gegenden. Es gibt etwa 2600 verschiedene Froscharten auf der ganzen Welt, wovon einige sehr giftig sind. Sie können bis zu 20 Jahre alt werden. In unseren Gegenden sehen wir grüne oder bräunliche Frösche. In den Tropen gibt es kunterbunte Frösche.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:

  • Frösche sind Amphibien, das heisst sie können auf dem Land und im Wasser leben.
  • Frösche leben auf der ganzen Welt, in allen Klimaregionen und Höhen.
  • Ausgewachsene Frösche haben wenige Fressfeinde, ihre Jungen (Kaulquappen) sind Futter für Fische und andere Wassertiere. Es überleben nur verhältnismässig wenige Kaulquappen.
  • In der Paarungszeit, im Frühling, quakt der Frosch sehr laut.

Der Frosch und sein Verhalten

Frösche sind Amphibien, das heisst, sie können auf dem Land und im Wasser leben. Ihre Körpertemperatur hängt von der Umgebungstemperatur ab. Man sagt, sie seien wechselwarm: Wenn es kalt wird, werden sie langsam und träge, ist es warm, sind sie ausgesprochen lebendig. Ab der Dämmerung und durch die Nacht sind sie munter und manchmal auch laut. Am Tag ruhen sie sich aus oder nehmen im seichten Wasser ein Sonnenbad. Fühlen sie sich bedroht, tauchen sie blitzschnell ins tiefe Wasser. So lebt vor allem der Wasserfrosch, auch Teichfrosch genannt. Nicht alle Frösche leben aber im Wasser. Der leuchtend grüne Laubfrosch liebt das Klettern. Geschickt turnt er in Sträuchern oder auf Bäumen herum. Auf den Spitzen der Zehen des Laubfrosches sitzen breite Haftballen, mit denen er sich wie mit Saugnäpfen an Ästen und Blättern festhalten kann. Er geht nur zur Fortpflanzung im Frühling ins Wasser, danach kehrt er wieder in die Bäume zurück. Der Grasfrosch mag Gräser und hält sich gerne in Ufernähe, in Gebüschen und Wäldern auf. Auch er geht zum Laichen ins Wasser und kehrt dann rasch wieder an Land zurück.

Wovon leben Frösche und wer lebt von Fröschen

Frösche ernähren sich von Insekten und Würmern. Sie nehmen die Bewegung ihrer Beute wahr und blitzschnell saust ihre lange, klebrige Zunge aus dem Mund, um das Tier zu fangen und in den Mund zu befördern. Ihr breites Froschmaul ist zahnlos. Nur wenige Tiere fressen Frösche: Vögel und Schlangen. Sehr gefährdet ist dagegen der Frosch-Nachwuchs, die Kaulquappe. Kaulquappen werden von Fischen, Enten, Molchen und Ringelnattern gefressen. Damit wenigstens einige wenige Kaulquappen überleben und sich zum Frosch entwickeln können, legt das Froschweibchen viele tausend Eier – den Laich – im Wasser ab.

Warum quakt der Frosch so laut?

Dass so kleine Tiere so laut rufen können, liegt an ihrer Schallblase. Manche Frösche hört man einen halben Kilometer weit. Sie haben je nach Art eine oder zwei Schallblasen. In der Paarungszeit benutzen sie diese, um die Weibchen anzulocken. Bei uns quakt der Laubfrosch am lautesten. Er hat eine Schallblase, die er fast auf seine Grösse aufblasen kann. Damit grenzt er nicht nur sein Revier ab, er will vor allem Weibchen von sich beeindrucken. Sobald ein Frosch zu quaken beginnt, stimmen auch weitere Laubfrosch-Männchen mit ein. Sie wollen damit ihre Stärke zeigen und ein Weibchen erobern.

Der Frosch und seine Entwicklung

Junge Frösche sehen ihren Eltern zuerst nicht ähnlich. In einem Verwandlungsprozess vom Ei über die Larve zur Kaulquappe mit Mundöffnung, Augen und Schwanz entwickeln sie sich langsam zu einem knapp 1 cm kleinen Fröschchen. Die schwarze Kaulquappe entwickelt sich in kleinen Schritten. Sie hat einen ovalen Körper, einen Schwanz und federartige Anhängsel am Kopf. Das sind die Kiemen, womit sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnimmt. Sie ernährt sich von Algen, Pflanzen und kleinsten Tieren. Im Alter von etwa fünf Wochen entwickeln sich Hinterbeinchen, die immer grösser werden. Danach wachsen auch die Vorderbeine. Nach rund acht Wochen bildet sich der Schwanz zurück und es entwickelt sich langsam ein winziger Frosch. Die Kiemen bilden sich zurück und der kleine Frosch schwimmt an die Oberfläche des Wassers, um schnell seinen ersten Atemzug zu machen und an Land zu hüpfen.

Der ausgewachsene Frosch

Die Grösse eines ausgewachsenen Frosches variiert je nach Umgebung. Frösche haben einen rundlich gedrungenen Körper, lange kräftige Hinterbeine und kurze Vorderbeine. Sie haben Zehen. Frösche, die hauptsächlich im Wasser leben, haben Schwimmhäute zwischen den Zehen. Frösche in unseren Gegenden sind um die 5 cm gross und etwa 7 Gramm schwer. Der kleinste Frosch wurde in Ozeanien gefunden. Er wird nur 8 Millimeter gross, der grösste Frosch ist der Goliathfrosch in Westafrika mit bis zu 40 Zentimetern Länge.

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