Frühlingsblumen
Der Winter ist vorbei, es wird wärmer – und plötzlich sind überall bunte Blumen zu sehen. Frühlingsblumen sind die ersten Pflanzen, die im Jahr blühen. Sie machen uns nicht nur fröhlich, sondern sind auch wichtig für Insekten.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Viele Frühlingsblumen wachsen aus Zwiebeln, die schon im Boden auf den Frühling warten.
- Die Frühlingsblumen liefern den Bienen und anderen Insekten die erste Nahrung nach dem Winter.
- Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen und Narzissen gehören zu den bekanntesten Frühlingsblumen.
Frühlingsblumen blühen sehr früh im Jahr, wenn sonst noch kaum andere Pflanzen Nektar und Pollen anbieten. Viele Insekten, zum Beispiel Bienen und Hummeln wachen im Frühling hungrig auf und brauchen sofort Energie. In den Blüten finden sie Nektar als „Zuckergetränk“ und Pollen als „Eiweissfutter“. Ohne diese frühen Blüten hätten sie es viel schwerer, zu überleben und wieder stark zu werden.
Ausserdem helfen die Blumen und Insekten einander. Wenn eine Biene von Blüte zu Blüte fliegt, bleiben Pollen an ihrem Körper hängen. So werden die Blüten bestäubt und können später Samen bilden. Aus den Samen wachsen neue Pflanzen. Frühlingsblumen sorgen also dafür, dass die Pflanzenwelt sich vermehren kann – und die Insekten helfen ihr dabei.
Vom letzten Schnee bis zu den bunten Wiesen
Wenn der Winter langsam zu Ende geht und es draussen noch kalt ist, sieht man manchmal schon die ersten kleinen Blumen. Dann kommen die Schneeglöckchen und Winterlinge aus der Erde. Ihre zarten Blüten erscheinen oft, wenn an schattigen Stellen noch etwas Schnee liegt. Sie sind wie eine Nachricht von der Natur: Der Winter ist bald vorbei, der Frühling steht vor der Tür.
Im frühen Frühling, etwa im März, entdeckt man dann immer mehr Farben. Auf Wiesen und in Gärten blühen Krokusse in violett, gelb oder weiss, manchmal sogar in grossen Teppichen. Man kann sie auf Wiesen und Feldern, am Waldrand aber auch in den Gärten beobachten. Wer genauer in der Natur hinschaut, findet nun Huflattich, der mit seinen gelben Blüten wie kleine Sonnen aussieht, ausserdem Leberblümchen mit ihren blauen oder violetten Sternchen sowie die leuchtend gelben Schlüsselblumen.
Im mittleren Frühling, also Ende März und April, wird es noch bunter. In Beeten vor Häusern, in Schulgärten oder in Töpfen auf dem Balkon blühen jetzt Tulpen und Narzissen in vielen verschiedenen Farben. Auf den Wiesen sieht man immer häufiger kleine Gänseblümchen, die fast das ganze Jahr über wachsen können, und duftende Veilchen, die sich gern an eher geschützten Stellen zeigen.
Im späten Frühling, Ende April und Mai, sind die Wiesen dann schliesslich voller Blumen. Jetzt leuchten die gelben Löwenzahnblüten, dazwischen wachsen viele kleine, blaue Vergissmeinnicht und weisse Margeriten mit ihren gelben „Knöpfchen“ in der Mitte. Dazu kommen noch viele andere Blumenarten. So kann man eigentlich sagen: Je wärmer es wird und je länger die Tage sind, desto mehr verschiedene Blumen blühen - und der Frühling zeigt seine ganze bunte Pracht.
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