Internationaler Tag der Pflegenden
Am 12. Mai findet jedes Jahr der Internationale Tag der Pflegenden statt. Doch seit wann und warum gibt es diesen Tag überhaupt? Und wieso spricht man bei Pflegeberufen von Ungerechtigkeit?
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Der Internationale Tag der Pflegenden findet wie jedes Jahr seit 1974 am 12. Mai statt.
- Es ist ein Tag, um die Arbeit von Pflegefachkräften zu würdigen und ihre Rolle im Gesundheitssystem hervorzuheben.
- Man spricht über Ungerechtigkeit bei Pflegeberufen.
Der internationale Tag der Pflegenden ist ein internationaler Aktionstag, der jährlich am 12. Mai begangen wird. Er erinnert damit an den Geburtstag von Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Krankenpflege. Das erste Mal wurden Pläne für den Tag der Pflegenden 1953 von Dorothy Sutherland, einer Mitarbeiterin des US-Gesundheitsministeriums geäussert. Der damalige US-Präsident Dwight D. Eisenhauer weigerte sich jedoch, den Tag ausrufen zu lassen. Der International Council of Nurses (ICN) übernahm schliesslich die Führung und beging den Tag 1965. Seit Januar 1974 wurde der Tag dann auch auf den 12. Mai festgelegt. Der Tag ist dafür da, die Arbeit von Pflegefachkräften zu würdigen und ihre Rolle im Gesundheitssystem hervorzuheben. Um das zu erreichen, finden weltweit Aktivitäten statt. So wird in London jedes Jahr eine Messe für Krankenpflegende abgehalten und in manchen Ländern gibt es eine Aktionswoche. 2020 war ein besonders Jahr für den Internationalen Tag der Pflegenden. Nicht nur markierte 2020 den 200. Geburtstag von Florence Nightingale, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte 2020 zum weltweiten Jahr der professionell Pflegenden und Hebammen. Der Aktionstag fand in diesem Jahr während der globalem COVID-19-Pandemie statt.
Ungerechtigkeit für Pflegepersonal
Oft wird davon gesprochen, dass Pflegende ungerecht behandelt werden. Die Arbeit in der Pflege ist oft körperlich und emotional sehr anspruchsvoll, trotzdem sind die Löhne nicht deutlich höher als in weniger belastenden Berufen, denn die Entlöhnung berücksichtigt oft Alter und Ausbildung und zu wenig die tatsächliche Verantwortung und Belastung. Sie verdienen meist ähnlich viel wie technische oder handwerkliche Jobs, welche weniger direkte Verantwortung für Menschenleben haben. Ausserdem arbeiten in der Pflege mehrheitlich Frauen. Bekanntlich werden solche Berufe, in denen mehr Frauen arbeiten, oft systematisch schlechter bezahlt. Das verstärkt wieder das Gefühl von struktureller Ungleichheit. Doch das Hauptproblem ist nicht nur der Lohn, sondern Personalmangel und Überstunden, was oft zu Stress führt. Oft gibt es auch unregelmässige Arbeitszeiten und wenig Pausen.
Man spricht also über Ungerechtigkeit, weil die Belastung und Verantwortung viel höher ist als in weitaus besser verdienenden Berufen.
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