Veranstaltungsteilnehmer, die sich während der Microsoft AI Tour im Oktober 2026 in Köln vor einem riesigen Microsoft-Logo abzeichnen.
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Künstliche Intelligenz lässt uns unkreativer werden

05.11.2026
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Julie Schulhofer
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Generative künstliche Intelligenz (KI) ist überall. Seit einigen Jahren erscheinen immer mehr KI-Assistenten. Neben ChatGPT aus den USA gibt es inzwischen auch Schweizer Angebote wie Euria, Lumo oder SwissGPT. So hilfreich diese Programme auch sind: Wenn wir sie ständig nutzen, können sie unsere Kreativität und unser selbstständiges Denken beeinträchtigen.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:

  • KI kann uns viel Arbeit abnehmen und Zeit sparen.
  • Wer sich zu stark auf KI verlässt, trainiert sein Gehirn weniger und findet seltener eigene Lösungen.
  • Kreativität, neue Ideen und persönliche Erfahrungen bleiben wichtige Stärken des Menschen.

Hast du auch schon ein Bild durch eine KI erstellen lassen? Oder deine Matheaufgabe in einen Chat eingegeben und lösen lassen? Das ist praktisch und geht oft sehr schnell. Künstliche Intelligenz nimmt uns Denkarbeit ab und kann uns im Alltag unterstützen. Wenn wir uns aber zu sehr darauf verlassen, kann das zum Problem werden. Unser Gehirn funktioniert ähnlich wie ein Muskel: Es bleibt nur fit, wenn wir es regelmässig trainieren. Wer immer sofort eine Antwort von der KI erhält, übt weniger, selbst nachzudenken, eigene Ideen zu entwickeln oder Probleme zu lösen.

KI ist aber nicht nur schlecht. Wichtig ist, dass wir lernen, sie sinnvoll einzusetzen. Statt KI komplett abzulehnen, sollten wir verstehen, wann sie hilfreich ist und wann wir besser selbst überlegen. Vor allem einfache und sich wiederholende Aufgaben kann sie oft schneller erledigen als Menschen. Anders sieht es bei neuen Ideen, kreativen Projekten oder persönlichen Geschichten aus. KI arbeitet mit Informationen, die bereits existieren. Eigene Erfahrungen machen, Gefühle erleben oder etwas völlig Neues erfinden kann sie nicht. Genau darin liegt eine grosse Stärke von uns Menschen. Unsere Fantasie, unsere Neugier und unsere Kreativität machen uns einzigartig.

Wie wir unsere Kreativität wahren

Zu den grössten Freuden im Leben gehört es, selbst etwas zu erschaffen. Wenn wir durch eigenes Tun und die eigenen Fähigkeiten etwas schaffen, auf das wir stolz sein können, bringt es uns persönlich weiter.

Kreativität entsteht oft dann, wenn wir nachdenken, ausprobieren und auch einmal Fehler machen. Wenn wir ein Bild zeichnen, eine Geschichte schreiben oder ein Problem lösen, lernt unser Gehirn ständig dazu.

Deshalb ist es wichtig, nicht immer den einfachsten Weg über die KI zu wählen. Versuche zuerst, selbst eine Lösung zu finden. Nutze die KI erst danach als Unterstützung. So lernst du weiterhin, kreativ zu denken und Herausforderungen eigenständig zu meistern.

Hilfreich können auch Hobbys sein: Musik machen, Zeichnen, Fotografieren, Kochen oder Geschichten schreiben. Dabei gibt es oft keine einzige richtige Lösung. Genau das fördert die Kreativität. Künstliche Intelligenz kann ein nützliches Werkzeug sein, sollte aber nicht unser Denken ersetzen. Denn die besten Ideen entstehen oft dann, wenn wir selbst unseren Kopf anstrengen und unserer Fantasie freien Lauf lassen.

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