Weltnichtrauchertag: Wenn die Zigarette schwindet, der Rauch aber bleibt
Am 31. Mai war wieder weltweit ein ganz besonderes Datum im Kalender. Denn an diesem Tag fand wie jedes Jahr der offizielle Weltnichtrauchertag statt. Dieser Tag wurde ins Leben gerufen, um die Menschen über die grossen gesundheitlichen Gefahren des Rauchens aufzuklären und für ein rauchfreies Leben zu werben. Doch während die klassische Tabakzigarette bei jungen Menschen immer mehr an Bedeutung verliert, steht die Gesundheitsvorsorge heute vor einer ganz neuen Herausforderung. Denn auf den Schulhöfen und Strassen hat längst ein neuer Trend Einzug gehalten.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Das traditionelle Zigarettenrauchen bei Jugendlichen befindet sich dank gezielter Aufklärung, Werbeverboten und steigender Preise auf einem historischen Tiefstand, wird jedoch mittlerweile von einem neuen Trend überschattet.
- Als Ersatz für die klassische Zigarette überschwemmt die Industrie den Markt mit bunten, fruchtigen Einweg-E-Zigaretten, die über soziale Medien gezielt als vermeintlich harmlose Lifestyle-Produkte für Jugendliche vermarktet werden.
- Expert*innen warnen eindringlich vor Vapes, da sie durch enthaltene Nikotinsalze extrem schnell abhängig machen, einen krebserregenden Chemikalienmix freisetzen und durch die falsche Entsorgung der Lithium-Ionen-Akkus eine schwere Umweltbelastung darstellen.
Rauchen ist out?
Die gute Nachricht im Vorfeld des diesjährigen Aktionstages ist, dass das Image der klassischen Zigarette bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren massiv gelitten hat. Denn das Rauchen soll heute bei den allermeisten Teenagern komplett out sein. Der Anteil der rauchenden Jugendlichen ist auf einem historischen Tiefstand und die grosse Mehrheit der Jugendlichen soll noch nie eine echte Tabakzigarette ausprobiert haben. Dieser erfreuliche Erfolg ist das direkte Ergebnis von jahrzehntelanger Aufklärung an Schulen, strengen Werbeverboten und den kontinuierlich steigenden Preisen für Zigaretten. Die Jugend von heute ist sich sehr bewusst darüber, wie schädlich der Teer und der Rauch für die eigene Lunge und das Herz-Kreislauf-System sind. Doch mit dem Niedergang von Zigaretten kam auch der Erfolg eines neuen Tabak-Trends.
Vapes
Auch wenn der klassische Tabakrauch langsam von den Strassen verschwindet, bedeutet dies leider keineswegs, dass die Nikotinsucht unter jungen Menschen besiegt ist. Denn die Industrie hat den Markt mit neuartigen Alternativen überschwemmt. Vapes, bei denen es sich meist um Einweg-E-Zigaretten handelt, sind seit Jahren der absolute Renner auf den Schulhöfen. Unter anderem weil diese mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Wassermelone oder Kaugummi erhältlich und bunt gestaltet sind. Diese Designs werden oft mit der Absicht gewählt, Jugendliche anzuziehen und werden über soziale Medien als vermeintlich saubere, harmlose Lifestyle-Produkte vermarktet.
Die Gefahren des neuen Trends
Viele Jugendliche wiegen sich in falscher Sicherheit und glauben, dass das Dampfen völlig harmlos sei. Ärzt*innen und Expert*innen warnen jedoch eindringlich vor dem süssen Schein dieser neuen Trends, da sie ganz erhebliche gesundheitliche und ökologische Gefahren mit sich bringen. Zum einen ist das Suchtpotenzial durch künstliche Nikotinsalze enorm hoch, weil es tiefer inhaliert werden kann und blitzschnell ins Gehirn gelangt. Zum anderen wird beim Vapen ein ungesunder Mix aus Chemikalien, Lösungsmitteln und künstlichen Aromastoffen freigesetzt. Dieser soll auch krebserregend sein. Schliesslich werden die Einweg-Geräte mit ihren wertvollen Lithium-Ionen-Akkus häufig nicht richtig entsorgt und werden so zu einer enormen Umweltbelastung.
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