Welttag gegen Wüstenbildung: Wenn die Erde ihren Atem verliert
Der 17. Juni ist weltweit ein äusserst wichtiger Tag im Kalender, denn an diesem Datum wird der offizielle Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre begangen. Dieser soll auf ein grosses Umweltproblem aufmerksam machen, welches die Zukunft unseres Planeten bedroht. Wenn fruchtbarer Boden austrocknet und sich über Zeit in unfruchtbaren Wüstensand verwandelt, verlieren Millionen von Menschen ihre Lebensgrundlage. Deshalb braucht es diesen Aufruf an alle, die kostbare Erde besser zu schützen. Doch wie entsteht diese Bedrohung eigentlich? Welche Folgen hat sie für uns und wie können wir die Ausbreitung der Wüsten gemeinsam stoppen?
Die Ursachen: Wenn der Boden seine Kraft verliert
Der Hauptgrund für die zunehmende Wüstenbildung, die Fachleute auch als Desertifikation bezeichnen, ist eine gefährliche Kombination aus dem weltweiten Klimawandel und dem falschen Verhalten der Menschen. Da sich die Erde immer weiter aufheizt, gibt es in vielen Regionen sehr lange Hitzeperioden und viel zu wenig Regen. So wird der Boden völlig ausgetrocknet und anfällig für starke Winde, welche die fruchtbare obere Erdschicht einfach wegwehen. Gleichzeitig wird die Natur durch die intensive Landwirtschaft massiv überlastet, indem riesige Wälder für Weideflächen abgeholzt werden und die Felder ohne Pausen so intensiv bewirtschaftet werden, dass der Boden vollkommen ausgelaugt wird und sich nicht mehr von alleine erholen kann.
Die Folgen: Hunger und verlorener Lebensraum
Die Auswirkungen dieser fortschreitenden Austrocknung sind für das weltweite Zusammenleben verheerend, da unfruchtbare Böden bedeuten, dass auf ihnen keine Lebensmittel wie Getreide oder Gemüse mehr wachsen können und auch die Nutztiere kein Futter oder Wasser mehr finden. Dies führt in den sowieso schon trockenen Gebieten Afrikas, Asiens und Südamerikas zu schweren Hungersnöten. Dadurch werden Millionen von Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und als sogenannte Klimaflüchtlinge in andere Länder zu ziehen. Dies führt wiederum weltweit zu neuen Konflikten. Zudem verlieren unzählige Tier- und Pflanzenarten ihren natürlichen Lebensraum für immer, während riesige Staubstürme den Sand über Tausende von Kilometern tragen und die Luftqualität selbst in weit entfernten Städten massiv verschlechtern.
Die Rettung: Grüne Mauern und kluge Ideen
Um diese globale Krise abzuwenden, arbeiten Wissenschaftler und Umweltschützer weltweit an mutigen Lösungen. Dabei stehen vor allem das Pflanzen von Bäumen und die nachhaltige Nutzung des Wassers im Mittelpunkt. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür ist das Projekt der „Grünen Mauer“ in Afrika. Hier wird ein riesiger Gürtel aus Bäumen quer über den afrikanischen Kontinent gepflanzt, um den Wüstensand der Sahara aufzuhalten und dem Boden seine Feuchtigkeit zurückzugeben. Gleichzeitig müssen Bauern weltweit aber auch lernen, ihre Felder schonender zu bewirtschaften, Regenwasser geschickt in grossen Becken zu sammeln und auf künstliche Bewässerung zu verzichten, denn diese versalzt den Boden langfristig. Schliesslich ist es aber auch an uns allen, unser Verhalten anzupassen und ein klares Signal an Politiker und grosse Unternehmen zu senden, damit auch zukünftige Generationen noch genügend Nahrung anbauen können.
Nun bist du dran
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Hast du in den letzten Jahren auch bemerkt, dass die Sommer immer trockener werden und viele Bäche weniger Wasser haben?
Glaubst du, dass reiche Länder mehr Geld ausgeben sollten, um ärmeren Regionen beim Pflanzen von Bäumen gegen die Wüste zu helfen?
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