Krebskrankes Kind im Spital
National Cancer Institute

Dem Krebs die Stirn bieten

4.02.2021
Kathrin Hausammann

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in der Schweiz. Jeder vierte Todesfall geht auf eine Krebserkrankung zurück. Allerdings: DEN Krebs gibt es eigentlich gar nicht. Krebs ist ein Sammelbegriff für über 100 verschiedene Krankheiten. Und ausgeliefert sind wir dem Krebs auch nicht. Schauen wir uns das mal etwas genauer an.

Krebs ist eine heimtückische Krankheit. Sie kommt oft schleichend, nimmt irgendwo im Körper ihren Anfang und verbreitet sich dann oder wächst leise vor sich hin. Es passiert deshalb immer wieder, dass eine Krebserkrankung zu spät entdeckt wird und eine Heilung nicht mehr möglich ist. Das muss nicht sein. Bis zu einem Drittel der Krebserkrankungen könnte schon nur durch Veränderungen der Lebensweise und Früherkennung verhindert werden. Um darauf aufmerksam zu machen und das Thema Krebs in der Öffentlichkeit immer wieder zur Diskussion zu bringen, wurde heute vor 21 Jahren der Weltkrebstag ins Leben gerufen.

Krebs ist nicht gleich Krebs

Was steckt denn nun aber hinter dem Sammelbegriff Krebs? Krebs steht für über 100 Krankheiten, die zwar verschieden sind, aber gemeinsame Merkmale haben. So stört der Krebs das Zellwachstum oder die Zellteilung im Körper. Normalerweise teilen, wachsen und ersetzen sich die Zellen im Körper kontrolliert. Ab und zu entstehen dabei kleine Fehler im Erbgut. Normalerweise kann die Zelle das reparieren oder die Zelle stirbt ab. Wenn diese Reparaturmechanismen aber nicht funktionieren, können sich die ursprünglich gesunden Zellen unkontrolliert und ungebremst vermehren. Sie dringen in gesundes Gewebe ein und machen dieses kaputt. Krebsarten wie Lungenkrebs, Brustkrebs oder Prostatakrebs bilden Tumore. Das sind feste Gewebeansammlungen, auch Knoten genannt. Die verschiedenen Krebsarten, die Blutzellen betreffen (z.B. Leukämie), und Krebserkrankungen des Knochenmarks bilden keine einzelne Tumore.

Warum erkranken immer mehr Menschen an Krebs?

Der Hauptgrund ist, dass die Menschen immer älter werden. Und Krebs tritt bei älteren Menschen häufiger auf als bei jungen. Das hängt damit zusammen, dass oft Jahre vergehen, bis sich ursprünglich gesunde Zellen in Tumore verwandeln. Auch Veränderungen im Erbgut nehmen zu, weil die Schutzmechanismen des Körpers im Alter eher abnehmen. Bei den meisten Menschen, die an Krebs erkranken, kommen zudem folgende Ursachen hinzu: Alkohol, Rauchen, UV-Strahlung (kann zu Hautkrebs führen) oder ungesunde Ernährung. Diese Faktoren begünstigen eine Erkrankung. Ausserdem können gewisse Infektionskrankheiten, eine genetische Veranlagung (mehrere Krebserkrankungen in der Familie) oder ein geschwächtes Abwehrsystem des Körpers eine Rolle spielen. Meistens kann man nicht eine einzelne Ursache für eine Krebserkrankung feststellen.

Was können wir dagegen tun?

Wie erwähnt gibt es einige Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen. Wenn wir diese Faktoren vermeiden – also wenig oder keinen Alkohol trinken, nicht rauchen, aufs “Sünnelen“ verzichten und auf unsere Ernährung und Bewegung achten, können wir schon wesentlich dazu beitragen, das Risiko einer Erkrankung zu senken. Zudem gilt: Je früher eine Krebserkrankung entdeckt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Deshalb ist es wichtig, gewisse Untersuchungen regelmässig und präventiv – also vorbeugend – durchzuführen. Zum Beispiel tastet der Frauenarzt bei den Vorsorgeuntersuchungen jeweils die Brüste der Frauen ab, um allfällige Knoten frühzeitig zu entdecken.

Arbeitsmaterial

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