Zwei Guggenmusiker am Piccollo spielen.
Uwe Conrad

Humpahumpatätärää…

11.11.2020
Lars Ziörjen

Humpahumpatätärää…

Humpahumpatätärää. Oder in anderen Worten: Heute würde vielerorts die Fasnacht beginnen. Faschingsprinzenpaare in Deutschland, Ehren-Födlebürger in St. Gallen, Guggen in Zürich, der Fasnachtsbär in Bern. Viele Kostüme, viel Konfetti, viel Gedöns, viel humpahumpatätärää. Blicken wir ein wenig auf die Herkunft dieses Brauchs und freuen uns auf die Zukunft.

Fasnacht findet wieder statt – irgendwann!

Wir wollen in dieser Woche nicht darüber berichten, warum Fasnacht leider auch im 2021 wohl kaum stattfinden wird und wenn, dann sicher nicht im gewohnten Stil. Die Antwort auf diese Frage ist wohl allen klar.

Deshalb blicken wir zurück, freuen uns ab den Fakten, warum es Fasnacht gibt und was daran Spass macht… in voller Vorfreude auf Zeiten, die wieder kommen werden, in denen Fasnacht wieder ein Volksfest sein wird! Übrigens: wusstet ihr, dass Fasnacht eigentlich einen katholischen Hintergrund hat? Die folgende Herleitung erklärt, weshalb der 11.11. besonders in katholischen Gebieten zentral ist – mit Ausnahme von Basel und Luzern, den grössten Fasnachtsstädten in der Schweiz

Warum würde sie heute beginnen?

Am 11.11. um 11:11 Uhr wird die Fasnacht in vielen Städten feierlich eröffnet. Es verwundert nicht, dass für das Narrenfest des Jahres eine Schnapszahl verwendet wird. Schnapsiger als die vierfache 1 geht kaum! Die Bibel kennt die zehn Gebote, die Zahl 11 galt schon früh als die Zahl der Narren, eine Sünde, ein Symbol für Masslosigkeit.

Ausserdem ist der 11. November der Tag des heiligen Sankt Martin. An diesem Tag wurden bereits im Mittelalter viele Märkte durchgeführt. An diesen traten Gaukler auf und spielten lustige Musik. Man vermutet, dass dort der Ursprung der Guggenmusik liegt.

Nicht zuletzt zeigt der 11.11. um 11:11 Uhr achtmal hintereinander die Zahl 1. Dies könnte bedeuten, dass man symbolisch auf die Gleichheit setzt. Die Fasnacht macht nämlich in der Tradition keinen Unterschied zwischen arm und reich. Die Wiederholung der Zahl 1 soll diesen Zustand symbolisieren.

Warum mag man Fasnacht?

Die Fasnachtstage sind Tage voller Narrenfreiheit. Tonnenweise farbiges Konfetti überall, lustige Verkleidungen und Masken, wilde und schräge Musik… das macht vielen Menschen ausserordentlich Spass! Früher feierten Menschen mit der Fasnacht die letzte Nacht vor der Fastenzeit, während der gefastet werden musste. Die Fasnacht (Fasten-Nacht) war also eine Art Entspannung und Durchdrehen, bevor die karge Fastenzeit verordnet wurde. Heute ist die Fasnacht primär ein Volksfest und ein Grund für tolle Kostüme und ausgelassene Stimmung! Zentral sind die Fasnachtsumzüge, die immer wieder für viel Aufsehen sorgen!

Nun bist du dran

Freust du dich bereits auf die nächste Fasnacht, die ganz bestimmt wieder kommt? Was fehlte dir in diesem Jahr ganz besonders? Wie verkleidest du dich am Liebsten?

Sprich darüber – und melde dich doch auch bei uns. Entweder mit einem Kommentar in der Kommentarspalte, auf Facebook oder durch unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Rückmeldungen.

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