Kinder in Not - hier wird dir geholfen (20.04.2020/lz)

Der Pausenknopf ist gedrückt: Läden sind geschlossen, die Schule findet zu Hause statt, die Wohnung verlässt man besser nicht mehr. Auf den ersten Blick kann das abenteuerlich tönen; doch für zu viele Kinder in der Schweiz ist es ein grausliges Abenteuer. Streit, Veranchlässigung, Gewalt... das alles nimmt in den eigenen vier Wänden zu, viele Kinder sind schutzlos ausgeliefert. Was kann ein betroffenes Kind tun? Betroffene Jugendliche? Wer hilft trotz Distanz? 

 

Homeoffice. Fernunterricht. Kinderbetreuung. Eigenleben. Alles auf engstem Raum. Alles in den eigenen vier Wänden. Das kann zu Spannungen und Stress führen. In einer Krise wie dieser, ist das normal. Für uns alle ist der Frühling 2020 neu und unbekannt. Doch was ist, wenn die Spannungen ungesund werden? Wenn Kinder und Jugendliche von ihren Eltern angeschrien, vernachlässigt oder gar geschlagen werden? Sind Kinder und Jugendliche dem schutzlos ausgeliefert?

 

Familien sind belastet, Sorgentelefon wird beansprucht

 

Viele Familien stossen in diesen Zeiten an ihre Grenzen. Streit unter Eltern, Streit mit den Kindern. Lehrpersonen, die oftmals auch als beobachtende Schutzpersonen wirken, verlieren die Nähe zu ihren Schülerinnen und Schülern. Was in den eigenen vier Wänden geschieht, bleibt dahinter verborgen. Tatsache ist: Seit Beginn der Coronakrise haben die Anrufe unter der Nummer 147 um einen Drittel zugenommen. Das heisst: es rufen dreimal mehr Kinder und Jugendliche an, als für gewöhnlich. Die Telefonnummer 147 ist das Sorgentelefon für Mädchen und Jungs in jedem Alter, 24 Stunden am Tag - und anonym. Das heisst, man muss den Namen nicht verraten, erhält dennoch ein offenes Ohr und Unterstüng. Wer nicht anrufen mag, findet Hilfe auch online unter www.147.ch

Polizei vermeldet keine Zunahme

Die Polizei spricht glücklicherweise nicht von mehr bekannten Gewalttaten an Kindern und Jugendlichen. Dennoch geht man davon aus, dass zu Hause sehr viel geschieht. Falls es dir nicht gut geht momentan, melde dich. Wenn du nicht mit deinen Eltern sprechen magst, dann sprich mit der Lehrperson, der Schulsozialarbeit, der 147 oder besuche anderen Websites wie www.tschau.ch. Wenn du beobachtest und mitkriegst, dass es deinen Freunden nicht gut geht: Hole sie raus! Das Wetter ist gut und Entspannung kann bereits ein Waldspaziergang bringen, so dass die eigenen vier Wände verlassen werden können. 

Wichtig: Niemand ist alleine. Es gibt Hilfe. Wir wünschen allen Menschen in dieser Zeit Kraft, Geduld und eine positive Grundhaltung. Es kommen wieder andere Zeiten. 

 

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