Komodowaran
David Close

Komodowarane: Ein Wildschwein zum Frühstück

13.05.2020
Georg Stadler

Auf der Insel Komo in Indonesien leben die grössten Echsen der Welt: die Komodowarane. Auf ihrem Speiseplan stehen unter anderem Wildschweine und Wasserbüffel.

Sie sehen aus wie die kleinen Eidechsen, die man in der Schweiz ab und zu auf einem Mäuerchen sieht. Nur viel, viel grösser: Die Komodowarane sind die grössten Echsen der Welt. Ein

ausgewachsenes Tier kann bis zu drei Meter lang werden und wiegt über 70 Kilo.

Komodowarane leben auf fünf kleinen Inseln in Indonesien. Eine davon heisst «Komo» und hat den Tieren auch den Namen gegeben. Das Leben der Riesenechsen ist ziemlich abwechslungsreich: Die ersten paar Lebensjahre verbringen sie in den Baumkronen und klettern herum. Wenn sie dann zu

schwer dafür sind, leben sie nur noch am Boden und können kaum noch klettern. Komodowarane fressen ausschliesslich Fleisch, oft von grossen Tieren wie Wasserbüffeln,

Wildschweinen und Rehen. Die Echsen haben ein Gift im Unterkiefer, das sie beim Zubeissen abgeben und das die Beute lähmt. Wie Schlangen haben Komodowarane eine gespaltene Zunge, mit der sie über 10 Kilometer weit riechen.

Feindlose Riesentiere

Für die Jagd legen sich Komodowarane auf die Lauer. Regungslos daliegend sehen sie aus wie ein Stück Holz oder ein Baumstamm. Wenn ein Hirsch oder ein Wildschwein vorbeikommt, beissen sie es

ins Bein. Dann warten sie, bis das Tier stirbt. Das dauert manchmal ein paar Tage. Anschliessend machen sie sich ans Fressen. Ein Komodowaran kann ein 30 Kilo schweres Wildschwein in einer Viertelstunde verputzen. Für die nächsten zwei Wochen ist er dann satt. Wie alle Echsen sind Komodowarane äusserst robust und zäh. Sie können einen Monat lang ohne Futter auskommen und werden bis zu 30 Jahre alt. Komodowarane werden bis zu 3 Meter lang und wiegen 70 Kilo.

Feinde haben Komodowarane wegen ihrer Grösse und ihrem robusten Panzer keine. Auch die Menschen auf den indonesischen Inseln halten lieber Abstand. Aus Respekt vor den grossen Tieren

haben sie ihre Häuser auf Stelzen gebaut. So können die Tiere nicht in die Häuser gelangen und die Vorräte fressen.

Weitere Informationen:

Artikel im Geolino

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