Plastic buckets containing items for recycling
Jasmin Sessler

Kreislaufwirtschaft

18.09.2020
Rebekka Christen

Die Kreislaufwirtschaft verursacht weniger Abfälle und schont die Umwelt. Doch wie schafft sie das genau?

Ob Zahnbürste, Fahrkarten oder Turnschuhe – für die meisten Dinge um uns herum werden extra Stoffe aus der Natur abgebaut. Daraus werden die Produkte hergestellt, wir kaufen, brauchen und irgendwann wegwerfen. Das nennt man lineare Wirtschaft Die Rostoffe aus der Natur werden dadurch aber immer weniger, auch solche, die nicht mehr nachwachsen. Zudem entstehen bei der Herstellung der Produkte oft schädliche Stoffe, die in die Luft oder ins Wasser gelangen können. Und weil die Produkte irgendwann weggeworfen werden, kommt es zu grossen Mengen an Abfall. Diese Art der Herstellung und dieser Umgang mit Dingen schaden der Umwelt. Eine Lösung für dieses von der linearen Wirtschaft verursachte Problem bietet die Kreislaufwirtschaft. Diese Wirtschaft heisst so, weil sie Produkte und Materialien im Kreislauf behält und sie am Ende ihrer Lebensdauer nicht einfach weggeworfen werden. Das kann auf verschiedene Arten passieren: Produkte können repariert, wieder schön gemacht, geteilt oder wiederverwendet werden. Zum Beispiel kann man einen kaputten Wasserkocher reparieren lassen, einen von der Sonne verbleichten Gartentisch neu streichen, Bücher in der Bibliothek ausleihen, statt sie zu kaufen, und die zu kleinen Skier über eine Onlineplattform weiterverkaufen. Das alles hilft dabei, dass Produkte möglichst lange gebraucht und somit weniger schnell neue hergestellt werden. Dadurch wird die Umwelt geschont.

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Wirtschaft

Wirtschaft (Fremdwort: Ökonomie) beinhaltet die gesamte Arbeitswelt, den Handel mit Gütern und dasThema Geld. Wo Menschen arbeiten, stellen sie etwas her. Entweder ersichtlich (Möbel, Kleider...) oder nicht fassbar (z.B. soziale Dienstleistungen). Alle Arbeitsbereiche zusammengefasst bilden die Wirtschaft. Es gibt Unterthemen, beispielsweise die Landwirtschaft, Autoindustrie, Nahrungsmittelwirtschaft...

Recyceln statt wegwerfen

Jedoch können nicht alle Dinge ewig genutzt werden, aber viele kann man recyceln lassen. Beim Recycling werden alle oder bestimmte Stoffe von weggeworfenen Dingen wiederaufbereitet, um damit neue Produkte zu machen. Dadurch bleiben sie im Kreislauf und es müssen nicht extra neue Rohstoffe aus der Natur abgebaut werden. Aber was kann alles recycelt werden? Zum Beispiel Papier, Karton, PET-Flaschen, Glas und Aluminium. Deshalb sollten wir diese Stoffe einzeln sammeln und abholen lassen oder zu einer Sammelstelle bringen. Aber auch viele Elektrogeräte wie Fernseher, Computer, Waschmaschinen oder Handys können recycelt werden, da sie zum Teil aus Stoffen bestehen, die für neue Produkte verwendet werden können.

Plastic containers that have been converted into pots for plants, hang on the wall
Bernard Hermant

Nicht alles kann wiederverwertet werden

Noch immer können aber viele Produkte nicht recycelt werden und gehören daher in den Restmüll, der bei uns meistens verbrannt wird. Bei gewissen Dingen geht das auch nicht anders, weil sie, wie zum Beispiel benutzte Taschentücher, verschmutzt sind. Bei anderen Dingen ist das so, weil sie aus verschiedenen Materialien bestehen, die nicht voneinander getrennt werden können. Ein Beispiel dafür sind Kassenzettel. Sie bestehen nicht rein aus Papier, das wiederverwertet werden könnte. Sie sind meistens mit einem Stoff beschichtet, der nicht recycelt und nicht mehr vom Papier getrennt werden kann.

Neue Produkte möglichst umweltfreundlich herstellen

Die Kreislaufwirtschaft möchte aber nicht nur, dass Produkte und Materialien einfach möglichst lange im Umlauf bleiben. Sie will auch, dass neue Produkte aus ungiftigen und recycelbaren oder sogar bereits recycelten Stoffen mit einem umweltfreundlichen Produktionsverfahren so hergestellt werden, dass sie je nach ihrer Art möglichst langlebig sind, man sie reparieren kann und sie zum Beispiel wenig Strom oder Wasser verbrauchen. Kassenzettel könnten also aus recyceltem Papier und ohne Beschichtung hergestellt werden, damit man sie gemeinsam mit dem Altpapier sammeln kann und nicht in den Restmüll werfen muss.

Ein Umdenken findet statt

Noch immer produzieren die meisten Unternehmen Produkte so, dass sie nicht mit der Kreislaufwirtschaft vereinbar sind und viele Menschen werfen Dinge weg, obwohl diese noch lange nutzbar wären. Aber immer mehr Unternehmen und Personen fangen an umzudenken und gemäss dem Ziel der Kreislaufwirtschaft zu handeln. Denn sie wissen: Das ist notwendig, damit wir noch lange in einer möglichst gesunden Umwelt leben können.

Mehr Informationen zur Kreislaufwirtschaft

Am 17. September 2020 fand die Konferenz zur Kreislaufwirtschaft statt. Diese Konferenz wird jedes Jahr durchgeführt. Mehr Informationen findest du hier: https://www.ce2.ch/

Arbeitsmaterial

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