Pyro im Fussbaldstadion.
Waldemar Brandt

Im Stadion mit Erlaubnis «bubele»?

16.02.2020
Lars Ziörjen

Jene von euch, die bereits an einem grossen Fussballspiel waren, sind ihnen sicher bereits begegnet: bengalischen Fackeln, Feuerkörper, Pyro-Shows. Für viele eingefleischte Fussballfans gehören Pyro zu einem Spiel dazu. Allerdings ist das illegal – bis jetzt?

In der 2. Deutschen Bundesliga hat am Wochenende eine Premiere stattgefunden: Die Fans des Vereins Hamburger SV (HSV) durften mit Erlaubnis eine kontrollierte Feuerwerk-Show abbrennen. Der Verein hat das zusammen mit den Fans selbst organisiert und der Deutsche Fussballbund (DFB) war damit einverstanden.

Dass Pyro erlaubt wird, ist vielleicht ein logischer, richtiger Schritt, der auch in der Schweiz Fuss fassen könnte. Die Vereine bezahlen jedes Mal Tausende von Franken Bussgeld, wenn ihre Fans Pyro zünden. Das Verhalten ändern die Fans nicht, auch wenn die Stadionspeaker stets darauf hinweisen, dass Pyro verboten wäre. Deshalb ist ein Schritt in Richtung Kontrolle und Erlaubnis richtig, zumal das Feuerwerk sehr gefährlich ist.

Bis zu 2000° heiss werden die Fackeln, die zu oft gegen Ende einfach nach vorne geschossen werden und jemanden verletzen könnten. Vor einigen Jahren, beim Spiel des FC Basel gegen den FC Zürich, wurden sogar schon einmal solche Fackeln in Richtung des Familiensektors geschossen. Das hatte mit Feuerwerkskunst und Fankultur nichts mehr zu tun, sondern war ein Angriff.

Sehr oft bei solchen Themen gehen die Meinungen auseinander: Die Einen möchten noch härtere Kontrollen und noch schwerere Strafen, die Anderen bevorzugen die kontrollierte Erlaubnis wie in Hamburg. Letztlich hängt es immer von den einzelnen Menschen ab, welches Verhalten und welche Reaktion darauf wirklich Erfolg versprechen.

Was denkst du? Gefallen dir die Pyro-Shows oder hast du Angst? Gehört das zu einem Fussballspiel oder ist es unnötig?

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