Ein Kriegsflugzeug fliegt über Rauch, der durch eine abgefeuerte Bombe entstanden wurde
Daniel Klein

Terrorismus – gefürchtet und bekämpft

11.03.2021
Kathrin Hausammann

Kabul, New York, Wien – terroristische Anschläge geschehen überall auf der Welt. Und richten oft grossen Schaden an. Man versucht deshalb mit zahlreichen Mitteln den Terror zu bekämpfen. Wie wird das gemacht und was versteht man eigentlich unter Terrorismus oder Terror?

Der Begriff „Terrorismus“ wird vom lateinischen „terror“ abgeleitet. Es heisst „Furcht“ oder „Schrecken“. Terrorismus ist die Verbreitung und Ausübung von Terror. Mit terroristischen Aktionen will man also vor allem Angst und Schrecken verbreiten und damit politische, religiöse oder ideologische Ziele erreichen. Die Täter wollen Druck ausüben auf eine Gesellschaft, ein Land, auf Menschen und ihre Lebensweise. So will man eine Handlung oder ein „Nicht-Tun“ erzwingen. Bei den terroristischen Aktionen wird Gewalt angewendet gegen Menschen oder Sachen. Das können Anschläge, Entführungen oder sogar Tötungen sein. Bekannte Terroranschläge sind zum Beispiel die Anschläge mit entführten Flugzeugen auf das World Trade Center in New York vom 11. September 2001 oder der Überfall auf die Redaktion eines Magazins in Paris, genannt Charlie Hebdo, vom 7. Januar 2015. Beide Anschläge hatten einen religiösen Hintergrund.

Gemeinsam gegen den Terrorismus

„Der Terrorismus bedroht unsere freie, offene und vielfältige Gesellschaft und die Rechte jeder einzelnen Person.“ So begründet die Schweiz (der Bund) ihre Beteiligung an allen Bemühungen den Terrorismus zu bekämpfen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit anderen Ländern zentral. Die Schweiz ist zum Beispiel Mitglied der „Financial Action Task Force“, einer internationalen Arbeitsgruppe, welche die Finanzierung von Terrorismus und Geldwäscherei bekämpft. Sie unterstützt die weltweite Strategie der UNO zur Terrorismusbekämpfung oder nimmt am polizeilichen Austausch innerhalb von Europa teil.

Neues Anti-Terror-Gesetz

Die Schweiz hat aber auch eigene Mittel um den Terror zu bekämpfen, respektive ihm vorzubeugen. So gibt es die Arbeitsgruppe TETRA, welche u.a. aus Mitgliedern des Bundes, der Polizei und des Nachrichtendienstes besteht. Im Herbst 2020 hat das Schweizer Parlament zudem ein neues Anti-Terror-Gesetz verabschiedet. Darin geht es u.a. um Massnahmen, welche die Polizei ergreifen kann, wenn sie vermutet, dass sich ein Mensch zu einem Terroristen entwickeln könnte. Gewisse Gruppen kritisieren, dass mit diesen Massnahmen die Grundrechte und die Freiheit der Menschen eingeschränkt würden. Sie haben daher das Referendum ergriffen. Das bedeutet, dass die Schweizerinnen und Schweizer über das neue Gesetz abstimmen können. Die Abstimmung wird im Juni dieses Jahres sein.

Europäischer Gedenktag für die Opfer von Terrorismus

Seit dem Jahr 2004 gedenkt Europa jeweils am 11. März der Opfer von Terrorismus. Dabei geht es um alle Menschen, die durch Terrorismus ihr Leben oder Angehörige verloren haben. Der Gedenktag wurde in Erinnerung an die Anschläge in der spanischen Stadt Madrid ins Leben gerufen. Damals, am 11. März 2004, wurden am Morgen im Berufsverkehr in mehreren Pendlerzügen Bomben gezündet. Es kamen 191 Menschen ums Leben, rund 1800 wurden verletzt.

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