Besucher der Donauinsel befüllen ihre Trinkflaschen, aufgenommen am Sonntag, 28. Juni 2026 in Wien.
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Europa im Schwitzkasten: Die historische Hitzewelle und ihre Folgen

01.07.2026
Botond Kalotay
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In den letzten zwei Wochen gab es in vielen Teilen Europas eine aussergewöhnlich starke und lange Hitzewelle. Sie sorgte von der Iberischen Halbinsel bis nach Mitteleuropa für sehr hohe Temperaturen. An vielen Orten stiegen die Temperaturen auf deutlich über 40 Grad. An Hunderten von Messstationen wurden neue Rekorde gemessen. Die Hitze stellt sowohl die Menschen als auch die Natur vor grosse Herausforderungen. Doch warum ist es zu dieser Wetterlage gekommen? Welche Gefahren bringt sie mit sich und welche Rolle spielt der Klimawandel dabei?

Historische Rekorde von Spanien bis Deutschland

Der Grund für diese starke Hitzewelle ist eine riesige Hitzeglocke mit heisser Luft aus der Sahara. Diese warme Luft hat sich über grosse Teile Europas ausgebreitet. Dadurch wurden Temperaturen gemessen, die an manchen Orten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie erreicht wurden. In Spanien wurden Temperaturen von über 45 Grad gemessen. Frankreich erlebte den heissesten Junitag seiner Geschichte. Auch in Deutschland wurde mit 41 Grad ein neuer Höchstwert registriert. In der Schweiz war die Hitze ebenfalls aussergewöhnlich. In Basel wurden Temperaturen von bis zu 39 Grad gemessen. Viele Städte erlebten mehr als zehn Hitzetage hintereinander. Auch in der Nacht kühlte es in vielen Städten kaum noch ab.

Gesundheitliche Folgen und wie wir uns schützen können

Die starke und lang anhaltende Hitze hat grosse Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO starben allein in der letzten Juniwoche rund 1000 Menschen in Europa an den Folgen der Hitze. Ärztinnen und Ärzte nennen grosse Hitze oft einen stillen Killer. Viele Menschen sterben nicht direkt an der Hitze, sondern weil bestehende Herz Kreislauf oder Lungenerkrankungen durch die Hitze schlimmer werden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kranke Personen und kleine Kinder. Um sich zu schützen, empfehlen die Behörden einige wichtige Massnahmen. Körperliche Anstrengungen sollten während der Mittagshitze möglichst vermieden werden. Fenster und Läden sollten tagsüber geschlossen bleiben, damit die Räume kühl bleiben. Ausserdem ist es wichtig, genügend Wasser zu trinken, auch wenn man keinen Durst hat. Die direkte Sonne sollte besonders zwischen 11 Uhr und 18 Uhr vermieden werden.

Aussicht für die Zukunft

Für die nächsten Wochen erwarten Wetterfachleute zeitweise kühlere Luft vom Atlantik im Westen Europas. Trotzdem dürften die Temperaturen in vielen Regionen weiterhin über dem normalen Wert liegen. Die stärkste Hitze könnte sich dabei immer mehr in Richtung der Balkanstaaten verlagern. Die Schweiz bleibt jedoch ebenfalls betroffen. Im Tessin sollen die Warnstufen weiterhin hoch bleiben. In vielen Teilen des Landes werden die Temperaturen bald wieder über 30 Grad steigen. Solche langen Hitzeperioden haben auch langfristige Folgen für die Umwelt und die Wirtschaft. Die bereits vorhandene Trockenheit in Wäldern und auf Feldern kann sich weiter verschlimmern. Dadurch können grosse Ernteausfälle entstehen. Ausserdem steigt die Gefahr von Waldbränden stark an. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass solche Wetterextreme wegen des Klimawandels in Zukunft häufiger werden. Deshalb wird es immer wichtiger, dass wir als Einzelpersonen und als Gesellschaft lernen, wie wir uns vor grosser Hitze schützen können. Gleichzeitig müssen langfristige Lösungen gefunden werden, damit die Schäden durch solche Wetterextreme möglichst klein bleiben.

Nun bist du dran

Wie hast du die extremen Temperaturen der letzten Tage erlebt und was tust du, um dich bei grosser Hitze abzukühlen?

Sollten Städte deiner Meinung nach mehr Grünflächen und Schattenplätze bauen, um die Hitze in den Wohnvierteln zu senken?

Glaubst du, dass wir in Zukunft im Sommer wegen der Hitze längere Pausen in der Schule oder bei der Arbeit brauchen werden?

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