Der Ku-Klux-Klan gehört zu den bekanntesten Rassistischen Bewegungen. Oftmals zünden sie grosse Holzkreuze an.
Aaron Burden

Rassismusserie Teil 2 – Der Ku-Klux-Klan

19.11.2020
Georg Stalder

Vor 150 Jahren haben weisse Männer in den USA den «Ku-Klux-Klan» gegründet. Ihr Ziel: die schwarze Bevölkerung einzuschüchtern. Bis heute prägt die Organisation die amerikanische Gesellschaft.

Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es in den USA noch Sklaven. Viele Schwarze wurden zur Arbeit gezwungen und geschlagen. Erst vor gut 150 Jahren, im Jahr 1865, endete die Sklavenhaltung.

Die Befreiung der Sklaven passte aber einigen weissen Menschen nicht. Sie fühlten sich den Schwarzen überlegen und hatten Angst, ihre Macht und ihre Vorteile zu verlieren. Also gründeten sie den «Ku-Klux-Klan» (abgekürzt: KKK). Mit der rassistischen Organisation wollten sie die schwarze Bevölkerung einschüchtern und unterdrücken. Der Name soll an das Geräusch erinnern, wenn eine Pistole geladen wird.

Angst und Terror

Der Ku-Klux-Klan ist bis heute bekannt für seine Bräuche. Die Mitglieder stellten zum Beispiel riesige Kreuze aus Holz auf und zünden diese an. Solche Kreuze stellten sie auch manchmal in die Gärten von Schwarzen, um ihnen Angst zu machen. Zudem trugen sie lange weisse Gewänder und weisse Kapuzen. Mit brennenden Fackeln liefen sie durch die Strassen. Sie verprügelten, folterten und töteten schwarze Menschen.

Millionen Menschen machten mit

Der Ku-Klux-Klan war bei vielen weissen Amerikanern beliebt. Jeder Weisse konnte dem Klan beitreten. Der Höhepunkt der Organisation war um 1920 herum. Über 40 Millionen Menschen waren Mitglied. Natürlich beteiligte sich nur ein kleiner Teil davon an den Anschlägen. Aber dennoch: Ein grosser Teil der weissen amerikanischen Bevölkerung fand diesen Terror gut und unternahm nichts dagegen.

In den 1960er-Jahren verlor der Ku-Klux-Klan an Bedeutung. Die schwarze Bevölkerung erhielt nach langem Kampf mehr Rechte und Anerkennung. Der Geheimdienst begann, die Verbrechen des Klans zu verfolgen. Die Organisation verlor viele Mitglieder.

Ganz weg ist der gefährliche Bund aber bis heute nicht. Noch immer gibt es kleine Gruppen. Sie haben nicht mehr viele Mitglieder und sind nicht gut organisiert. Doch viele der gefährlichen und rassistischen Gedanken sind bis heute in den Köpfen geblieben.

Rassismus-Serie

Die Chinderzytig befasst sich in einer Artikel-Serie mit extremen Gruppierungen in den USA. Den Anfang machte die Verschwörungs-Gruppe QAnon. Nach dem Artikel hier zum Ku-Klux-Klan folgt der Artikel zu den «Proud Boys».

Artikel zum Ku-Klux-Klan im Kinderlexikon: https://klexikon.zum.de/wiki/Ku-Klux-Klan

Lied von The Ramones «The KKK took my baby away» (Der KKK nahm mir meine Freundin weg): https://www.youtube.com/watch?v=Qx0zeMbLOCY

Arbeitsmaterial

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