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Spannung steigt: Wer wird neuer Präsident von Amerika?

4.11.2020
Kathrin Hausammann

Die ganze Welt schaut gespannt nach Amerika: Wer wird der neue Präsident der USA? Bleibt der republikanische Donald Trump im Amt oder stösst ihn der demokratische Kandidat Joe Biden vom Thron? Wir werden es bald erfahren.

Die Wahlbeteiligung ist so hoch wie noch nie. Etwa 150 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner haben gewählt. Das sind etwa zwei Drittel von allen Menschen, die in den USA wählen dürfen. Das zeigt, wie wichtig diese Wahl für ganz viele Amerikanerinnen und Amerikaner ist. Und deshalb müssen wir uns auch noch etwas gedulden bis wir das Resultat kennen. Vielleicht kommt es heute raus, vielleicht auch erst in ein paar Tagen. Aber um wen geht es denn hier eigentlich und was versprechen die Kandidaten ihren Wählerinnen und Wählern?

„America First“

Donald Trump hat in seiner Amtszeit vor allem mit seinen provokativen Twitter-Meldungen und seinen Alleingängen für Unruhe gesorgt. Was andere denken, ist ihm egal. Gemäss seinem Leitgedanken „America first“ kümmerte er sich vor allem um die Interessen der USA – ohne Rücksicht auf andere. Aus internationalen Abmachungen mit anderen Ländern stieg er aus oder wollte diese neu verhandeln. Innerhalb von Amerika wollte er das in seinen Augen zu teure Gesundheitsgesetz von seinem Vorgänger Barack Obama abschaffen und weniger Einwanderer ins Land lassen. Er wollte zum Beispiel eine Mauer zwischen Nordamerika und Mexiko bauen. Fertig ist diese aber noch lange nicht.

Seine Wahlversprechen sind immer noch die gleichen. Er will die Mauer zu Mexiko fertig bauen und das Gesundheitsgesetz abschaffen. Klimapolitik ist für ihn nicht wichtig, da es seiner Meinung nach keinen Klimawandel gibt.

Land vereinen

Joe Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris wollen vor allem eines: das gespaltene Amerika wieder vereinen. Die Rassismus-Debatten, die Proteste gegen die Polizeigewalt und die Coronapandemie haben die Amerikanerinnen und Amerikaner weit auseinander gebracht. Das wollen die beiden wieder ändern und das Land vereinen. Biden ist es wichtig, alle Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Zudem sind ihm Klimaschutz, Bildung und Gleichberechtigung wichtig. Er will zum Beispiel den Mindestlohn für Arbeiter in Amerika verdoppeln. Weiter soll Amerika beim Klimaschutz vorwärts machen und bereits 2035 klimaneutral. In der Zusammenarbeit mit anderen Ländern ist es Joe Biden wichtig, auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten und gemeinsam Lösungen zu finden, die mehrere Länder betreffen. Das nennt man „Multilateralismus“ oder „multilaterale Beziehungen“ pflegen.

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Arbeiter

Als Arbeiter wird jemand bezeichnet, der seinen Lohn vor allem durch körperliche Arbeit verdient. Sie gehören der unteren Schicht der Gesellschaft an, das heisst sie verdienen oft sehr wenig, für das was sie tun.

Was der neue Präsident wirklich bewirken kann, hängt allerdings auch davon ab, wie sich der Kongress (das amerikanische Parlament) zusammensetzen wird. Auch dieser wird neu gewählt.

Warum dauert das so lange?

Eigentlich sollte am 3. November 2020 zu amerikanischer Zeit (am 4. November 2020 in Europa) bekannt sein, wie der neue Präsident der USA heisst. Doch das amerikanische Wahlsystem ist sehr kompliziert. Die Coronapandemie ist sicher ein Grund, warum es so lange dauert: Die meisten Personen stimmen brieflich ab und diese müssen ausgezählt werden. Auch wenn einer der beiden Kandidaten bereits die Mehrheit der Staaten hinter sich hat, kann sich das Blatt noch wenden. Es kommt auf die sogenannten Elektoren drauf an. Die Elektoren sind Wahlmänner und -frauen, welche jeder Kandidat pro Staat bestimmt. Insgesamt sind es 538. Wenn Biden zum Beispiel im Staat Kalifornien gewinnt, hat er Anspruch auf die Stimmen aller 55 Elektoren. Je grösser der Staat, desto mehr Elektoren hat er. Wenn also Biden nun in mehr Staaten als Trump gewinnt, aber nur in kleinen, erhält er weniger Elektoren-Stimmen und somit hat er verloren.

Weitere Infos über das Wahlsystem von Amerika Parteien findest du hier.

Nun bist du dran

Was denkst du über diese Wahl? Wer wäre deiner Meinung nach der bessere Präsident? Was können die Amerikanerinnen und Amerikaner dazu beitragen, dass das Land wieder vereint ist? Oder ist das gar nicht notwendig?

Sprich darüber – und melde dich doch auch bei uns. Entweder mit einem Kommentar in der Kommentarspalte, auf Facebook oder durch unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Rückmeldungen.

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